„Tolles Zusatzangebot“

„2. Dieburger Schnäppchenmeile“ des Gewerbevereins

„Im Hauptgeschäft haben uns die Kunden die Bude eingerannt“, so Sandy Grimm (r., hier am Samstag beim Verkauf bei „Sport-Grimm“) über die „2. Dieburger Schnäppchenmeile“. -  Foto: Dörr
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„Im Hauptgeschäft haben uns die Kunden die Bude eingerannt“, so Sandy Grimm (r., hier am Samstag beim Verkauf bei „Sport-Grimm“) über die „2. Dieburger Schnäppchenmeile“.

Dieburg - 22 Geschäfte in der Innenstadt beteiligten sich an der „2. Schnäppchenmeile“. Rabatte gab es auch da, wo man sie eher nicht erwartete. Von Jens Dörr

Samstag um die Mittagszeit: Mehrere Stunden „Schnäppchenmeile“ liegen hinter insgesamt 22 Geschäften in der Dieburger Innenstadt. Am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag hat die Aktion des Dieburger Gewerbevereins für zusätzliche Frequenz besonders in Zucker- und Steinstraße gesorgt, nun ist die Zeit reif für ein – stichprobenartiges – Fazit. Mit Ausnahme des frühen Samstagvormittags, als sogar Dieburg einmal „Opfer“ eines Regenschauers wird, hat das Wetter mitgespielt, und die Rückmeldungen fallen in der Regel positiv aus. Vor dem Kaufhaus Enders findet Theresa Ostner trotz einiger am Sonderstand stöbernder Kunden kurz Zeit für ein Resümee. Die Juniorchefin des Publikumsmagneten in der Zuckerstraße hat die Schnäppchenmeile im Vorjahr zusammen mit Mirja Sauerwein („Stylefabrik 43“ und „SchuhSchuh“) aus der Taufe gehoben und konnte diesmal im Vorfeld ein Wachstum von 15 auf 22 Teilnehmer verzeichnen. All diese Betriebe sind Mitglied im fast 200 Unternehmen starken Gewerbeverein, wo Ostner ehrenamtlich auch im Vorstand mitarbeitet.

Ostners Eindruck nach sei der Freitagnachmittag – zumindest an ihrem Schnäppchenstand vor dem Kaufhaus – etwas stärker gewesen als der Samstagvormittag. „Zu Beginn ist das Angebot ja noch größer“, führt sie einen möglichen Grund an. Generell sei es aber kaum mehr vorherzusagen, wann der Kundenandrang in der Dieburger Innenstadt am größten ist. Überraschenderweise verliefen etwa die ersten Stunden am Samstag meist recht ruhig, während es durchaus sein könne, dass ein anderer Tag plötzlich alle anderen unerwartet in den Schatten stelle.

Ein paar Meter weiter brennt bei „Sport-Grimm“ im ersten Stock die Hütte. Alle Mitarbeiter sind unter Hochdruck dabei, die vielen Kunden im Sportgeschäft zu bedienen. „Es ist auf jeden Fall noch mehr los als sonst“, ruft Sandy Grimm. Später, nach vollendetem Werk, nimmt sie sich aber Zeit für ihr Fazit: „Wir hatten uns spontan entschieden, für unsere Sonderposten den ,Laden am Eck’ zu mieten. Freitag war der Verkauf stärker als am Samstag, im Hauptgeschäft mit dem Nachlass auf Schuhsonderposten und Textilien haben uns die Kunden die Bude eingerannt.“ Sie finde es „ein tolles Zusatzangebot für die Attraktivität Dieburgs, das meiner Meinung nach allerdings noch besser beworben werden müsste“. Manche Kunden seien nur zufällig da gewesen und hätten es vorab gar nicht mitgekriegt. „Aber insgesamt ein dicker Daumen hoch für das, was das Orgateam da auf die Beine gestellt hat.“

Mit diesen Tipps kommen Sie ohne Plastik durch den Alltag

2017 gingen in Deutschland 2,4 Milliarden Plastiktüten über den Ladentisch. Eine der leichtesten Maßnahmen, dieses unnötige Plastik zu sparen, ist beim Einkauf auf langlebige "Transportmittel" umzusteigen: Ob Einkaufskorb, Rucksack oder Stoffbeutel – es gibt viele umweltfreundliche Alternativen.
Insbesondere beim Lebensmitteleinkauf gibt es großes Sparpotenzial. Viele Plastikverpackungen lassen sich problemlos vermeiden, indem man unverpackte Waren kauft: Brot vom Bäcker, Wurst vom Metzger, statt eingeschweißtem Obst und Gemüse regionale Produkte vom Wochenmarkt. Viele Lebensmittel – von Nüssen über Kaffee und Müsli bis zu Nudeln und Reis – gibt es in sogenannten "Unverpackt-Läden" lose zu kaufen.
Der Großteil des Plastikmülls besteht aus Einweg-Plastikflaschen für Wasser, Säfte und Softdrinks: Laut der Deutschen Umwelthilfe verbraucht jeder Deutsche jährlich 207 Einweg-Plastikflaschen, insgesamt landen also 47 Milliarden Flaschen pro Jahr auf dem Müll. Statt Wasser in Flaschen zu kaufen, sollten Verbraucher Leitungswasser trinken oder auf Glasflaschen umsteigen.
Mikroplastik ist inzwischen allgegenwärtig. Auch wenn sie fast unsichtbar sind, schädigen die kleinen Kunststoffpartikel das Ökosystem nachhaltig. Mikroplastik wird beispielsweise in Kosmetika wie Cremes, Zahnpasta, Duschgel, Make-Up zum Peelen oder als Füll- und Bindemittel eingesetzt. Über das Abwasser gelangen die Partikel in die Kanalisation und von dort aus in die Oberflächengewässer. Auch synthetische Kleidung aus Polyester oder Nylon setzt beim Waschen Mikropartikel frei. Um Mikroplastik zu vermeiden, ist die Wahl von natürlichen Stoffen empfehlenswert: Bei Kosmetika sind Bio-Produkte mit pflanzlichen Rohstoffen eine gute Alternative. Bei Kleidungskauf lohnt ein Griff zu reinen Naturfasern wie Wolle, Baumwolle, Leinen oder Hanf.
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Etwas Zeit nimmt sich am Marktplatz auch Erich Kleene, obwohl in seiner „Bücherinsel“ wie stets reges Treiben herrscht. Seine Buchhandlung macht ebenfalls an der Aktion des Gewerbevereins mit, obwohl man dort Schnäppchen aufgrund der Buchpreis-Bindung weniger vermuten würde. Bei Büchern habe er auch keinerlei Spielraum, an der Preisschraube zu drehen, sagt Kleene. Allerdings biete man etwa einige Geschenkartikel unter Abzug gewisser Prozente an. Von der „Schnäppchenmeile“ profitiere man: „Dadurch, dass durch sie insgesamt mehr los ist in der Innenstadt, kommen auch mehr Kunden zu uns rein.“

Einen positiven Effekt sieht man auch in einem Geschäft um die Ecke in der Steinstraße, wo man stark reduzierte Artikel ebenfalls nicht anfänglich vermuten würde: Für den Weltladen stellt Mitarbeiterin Barbara Müller-Weber heraus, „dass wir wie alle Läden ein Platzproblem haben“. Um schnell neuen Raum zu schaffen, bald schon für das sehr wichtige Martinsmarkt- und Weihnachtsgeschäft, offeriert man etwa deutlich günstiger Geschirr aus Afrika oder Taschen aus Indien. „Wir wollen ja auch mit der Mode gehen und brauchen Platz für die neuen Kollektionen.“ Generell wolle der Weltladen „gute Ware für gutes Geld verkaufen“, was gelegentliche Sonderangebote – auch wenn keine „Schnäppchenmeile“ ist –nicht ausschließe: „Die Produzenten haben ja bereits den fairen Preis für ihre Ware bekommen.“

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