Schüler entwerfen Achterbahn

Ein Loopster in 150 Arbeitsstunden

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Björn Bank und Max Breunig (Mitte) bei der Preisverleihung durch die Ingenieurkammer.

Dieburg - Mit einer Achterbahn aus Stahldraht gewinnen Dieburger LGS-Schüler einen Wettbewerb der Ingenieurkammer. 

Die Zwölftklässler Björn Bank und Max Breunig vom Beruflichen Gymnasium der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg, haben mit ihrem Entwurf „Loopster“ den ersten Preis der Kategorie zwei ab Jahrgangsstufe neun gewonnen.

Beim siebten Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer Hessen (IngKH) haben sie eine Achterbahn entworfen und gebaut, die laut Urteil der Jury dadurch besticht, dass sie funktionssicher konstruiert worden ist und die Kugel in sicherer Laufbahn hält. Dafür bekamen sie ein Preisgeld von 250 Euro.

Die beiden Schüler haben aus Stahldraht in 150 Arbeitsstunden eine Achterbahn mit „allen Raffinessen“ gebaut. Sie selbst beschreiben, dass es ihnen besonders viel Spaß gemacht hat, den Verlauf der Bahn zu entwerfen, besondere spezielle optische Elemente mit einzuplanen und die Bahn farbig attraktiv anzulegen. „Bei diesem Modell hatte man wirklich den Wunsch, in Realität einsteigen zu können und die Fahrt auf der Bahn selbst zu erleben“, heißt es in der Begründung der Jury. In allen Bewertungskriterien hat das Modell von jedem der Jurymitglieder höchste Auszeichnungen bekommen.

Auch Nachhaltigkeit war Thema

Planungsaufgabe für alle teilnehmenden Schüler war der Entwurf einer Achterbahn und der Bau im Modell. Die Achterbahn sollte aus Fahrbahn und Tragkonstruktion bestehen. Die Gestaltung der Achterbahn konnte frei gewählt werden. Dazu durften nur einfachste Materialien verwendet werden. Die Baumaterialien mussten ohne Einsatz von Industriemaschinen bearbeitbar sein. Die Auswahl der Baumaterialien war den Schülern überlassen.

Achterbahnen gehören in jedem Freizeitpark und auf jedem Jahrmarkt zu den absoluten Höhepunkten. Die Verbindung aus Beschleunigung, Höhe, Gravitations- und Zentrifugalkraft macht diese Fahrgeschäfte zur Attraktion. Die Wagen neu errichteter Achterbahnen erreichen heute teilweise Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde.

Der Schülerwettbewerb „loopING“ stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz (CDU) vom Hessischen Kultusministerium.

Weitere Preise gingen an Schüler des Beruflichen Gymnasium der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg: Den dritten Preis in der Kategorie eins (bis Jahrgangsstufe acht) bekamen Tim Geiß und Christian Neff überreicht. Ihr Modell „Green Energy“ überzeugte die Jury mit Nachhaltigkeit: „Dieses Achterbahnmodell wurde aus 99 Prozent nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die Fahrbahn besteht aus Peddigrohr, wir kennen das alle von den geflochtenen Körben. Die Stützen wurden aus Holz hergestellt und für die Verbindung der einzelnen Tragwerksteile wurde Heißkleber verwendet.“ Den dritten Platz in der Kategorie zwei belegten Patrick Bittner, Joachim Peter mit ihrem Modell „Jet Force Gold“.

sma

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