Diese Literaten schreiben keinen Müll

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Der jüngste Teilnehmer, Tizian Vittorio Spina aus Rödermark, wurde vom Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Dieburg (jd) ‐ Da sage noch einer, die Jugend sei heute schreibfaul oder habe mit Poesie nichts mehr am Hut: 244 Kurzgeschichten und Gedichte gingen beim Literaturwettbewerb „Haste Worte? – Müllliteraten gesucht“ ein, 215 Beiträge kamen dabei von Kindern und Jugendlichen, die teils privat und teils in Schulklassen zu Tinte und Feder gegriffen hatten.

Da staunte auch Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann nicht schlecht, der mit dieser großen Menge an Einsendungen nicht gerechnet hatte. Ein voller Erfolg also für den Landkreis und den Zweckverband Abfall- und Wertstoffsammlung (ZAW), der den Wettbewerb ausgelobt hatte. Dessen Sieger in verschiedenen Kategorien ehrte der Kreis jetzt festlich im Dieburger Landratsamt.

Mit Krimis, Erzählungen, Reportagen, mit Gedichten in den unterschiedlichsten Formen wie etwa „Elfchen“ und „Haikus“ zogen die kleinen und großen Autoren alle Register schriftstellerischen Könnens, um die Jury zu beeindrucken. In der vereinten sich Kompetenz aus Literatur, Pädagogik und Umwelt: Der Darmstädter Krimiautor Michael Kibler, die Buchhändlerin aus Seeheim-Jugenheim, Sigrid Zabel, sowie die Umweltberaterin Heike Gehrig aus Schaafheim saßen darin ebenso wie die Weiterstädter Schulleiterin a. D., Rosa-Johanna Herzog. Die Jury komplettierte Stephan Kühn, Leiter des Ordnungsamts in Fischbachtal. In ihrer Sitzung Ende Januar bewertete die Jury die Werke nach den Kriterien Betroffenheit, literarische Qualität und Fantasie.

Preisträger in verschiedenen Kategorien

Bei der Preisverleihung mit Angehörigen ging der Sieg in der Kategorie „Erwachsene/Kurzgeschichten“ an Heike Franze aus Griesheim. Zweite wurde Waltraud Gebert aus Regenstauf, Dritte Kristina Ruprecht aus Bad Schwalbach. In der Kategorie „Erwachsene/Gedichte“ gewann Beate Breining aus Griesheim vor Attila Kannt aus Mühltal und Réné Possél aus Ober-Ramstadt.

In der Kategorie „Jugendliche/Kurzgeschichten“ – wobei die Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren alt waren – hatte nach der Sichtung durch die Jury Laura Sprenger aus Semd die Nase vorne. Sie verwies Philipp Kaufmann aus Otzberg und Kimberly Hartl aus Babenhausen auf die weiteren Podestplätze. In der Kategorie „Jugendliche/Gedichte“ ging Platz eins an Anne Joy Koch aus Otzberg, Platz zwei an Fabian Köhler aus Groß-Umstadt und Platz drei an Dustin Strauß aus Groß-Umstadt und David Eidmann aus Semd.

Sonderpreis für das schönste Müllmonster

In der Kategorie „Kinder/Kurzgeschichten“, in der sich der Nachwuchs zwischen sieben und zwölf Jahren ausprobierte, gewann Odelia Hermann aus Alsbach-Hähnlein vor Samira Deris und Celina Burkhardt, die im Team schrieben und ebenfalls aus Alsbach-Hähnlein kommen. Platz drei ging an Vladimir Selyutin aus Münster.

In der Kategorie „Kinder/Gedichte“ gewann das „Müllgedicht“ der Wald AG der Schaafheimer Eichwaldschule. Auf den weiteren Plätzen folgten Marius Knöll aus Münster und Jonas Brentano aus Alsbach-Hähnlein. Sonderpreise gingen an Sarah Heinrichs aus Münster, die das schönste „Müllmonster“ gebastelt hatte, sowie an Tizian Vittori Spina aus Rödermark, der sich als jüngster Teilnehmer am Wettbewerb beteiligte.

Besondere Werke werden in einem Band gesammelt

Den ersten Preis jeder Kategorie dotierte der Ausrichter mit 200 Euro, den zweiten mit 150 und den dritten mit 100 Euro, wobei jeweils 50 Euro als Büchergutschein überreicht wurden. Darüber hinaus werden herausragende Werke in einem Sammelband veröffentlicht.

Alle Schulklassen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, werden außerdem vom  ZAW zu einer Besichtigung  des  Müllheizkraftwerks in  Darmstadt, der Kompostierungsanlagen und der AZUR GmbH in Mühltal eingeladen.

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