Zu große Lücken im Fastnachtsumzug 2009 / KVD appelliert an die Zuggruppen

Disziplin lässt zu wünschen übrig

Dieburg - Aufgrund zahlreicher Beschwerden aus den Reihen der Zugteilnehmer und der Zuschauer hat sich der Vorstand des Karnevalvereins in den letzten Wochen mehrfach mit dem in diesem Jahr teilweise sehr zerrissenen Fastnachtszug auseinander gesetzt.

Hauptkritikpunkte sind der schleppende Ablauf des Zuges, verursacht durch einige Zuggruppen, deren Disziplin einfach zu wünschen übrig lässt. So sind einzelne Gruppen total zerrissen und über Hunderte von Metern verstreut, was zu großen Lücken führt. Andere Gruppen bleiben einfach stehen und plaudern ausgiebig mit den Zuschauern, ohne Rücksicht auf den laufenden Zug zu nehmen. Wieder andere Gruppen vermischen sich untereinander derart, das eine Zuordnung zu der einzelnen Zugnummer überhaupt nicht mehr möglich ist. Dazu kommen noch die Gruppen, die aufgrund von mitgeführten Geräten und Kleinfahrzeugen dem Zugverlauf vom Tempo her nicht folgen können und als Hindernisse den Zugweg blockieren. Diese Kritikpunkte wurden auch von den vom KVD eingesetzten Zugbeobachtern bestätigt.

Um diese Missstände nicht weiter ausufern zu lassen, hat der Vorstand den Zugmarschall des Vereins, Rainer Hackenberg, beauftragt, in einem Schreiben an die Zuggruppen auf diese Missstände hinzuweisen. Darin stellt der Zugmarschall fest, dass der Zug in diesem Jahr große Lücken aufwies, die so zukünftig nicht mehr hingenommen werden könnten. Von Seiten des Vereins seien bereits vor Jahren schon sogenannte Zwangsstopps eingebaut worden, um diese großen Lücken zu verhindern. Zwar werde von den Gruppen in den Gesprächen vor Fastnacht zu diesem Thema immer Einsicht und Verständnis gezeigt, aber dann durch die große Freude und gewissen Alkoholkonsum seien die guten Vorsätze vergessen, so der Zugmarschall. Um das Problem nun endlich in Griff zu bekommen, bietet der Zugmarschall weitere Gespräche an, um zusammen mit den Gruppen diese Missstände abzustellen. Er gibt zu bedenken, dass eine Gruppe nur dann eine gutes Erscheinungsbild abgibt, wenn sie in sich geschlossen auftritt.

Ergänzend weist KVD-Präsident Friedel Enders darauf hin, dass der Verein nicht zu „Ordnungsmaßnahmen“ greifen möchte, die von einzelnen gefordert werden. Außerdem sei auch das „Brezelverkäufer-Problem“ noch nicht gelöst, das ebenso dazu beiträgt, den Zug zu stören und aufzuhalten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare