Donnelly auf der Überholspur

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Raus aus dem Wasser, rauf auf´s Rad: Bei bestem Triathlonwetter gingen am Sonntag rund 1000 Sportler auf die Strecke.

Dieburg - 1000 Athleten gingen beim zweiten „Römerman Dieburg | 140. 6 Team“ an den Start. Der Dieburger Sean Donnelly finishte nach 50:04 Minuten - ein neuer Streckenrekord. Aber auch das Ergebnis der Dieburgerin Claudia Fiebig-Keller kann sich sehen lassen. Von Jens Dörr

Raus mit Applaus: Als Sean Donnelly am Sonntag beim zweiten „Römerman Dieburg | 140.6 Team“ dem Wasser des Freibads entstieg, deutete sich bereits an, dass der Dieburger sein Heimspiel gleich bei der ersten Teilnahme am Wettkampf gewinnen würde.

Wie ein Fisch hatte Donnelly die 400 Meter durchschwommen. Und seine am Samstag zuvor gezeigte glänzende Form unterstrichen, als er beim Moret-Triathlon Hessenmeister über die Mitteldistanz wurde. Dass der Triathlet aber sogar einen neuen Streckenrekord aufstellen und die Zeit des deutschen Duathlon-Meisters Patrick Lange von 2012 unterbieten sollte, war nur bedingt zu erwarten gewesen.

Fiebig-Keller schneller als im Vorjahr

Der Sieg Donnellys war aus Dieburger Sicht das I-Tüpfelchen auf einen fast makellosen Wettkampf mit mehr als 1000 gemeldeten Athleten und der erstmaligen Austragung des HTV-Nachwuchscups. Im Zielbereich zog dann bereits jeder Athlet des Team- und Einzelwettbewerbs für sich ein erstes Fazit.

Claudia Fiebig-Keller wunderte sich, dass sie diesmal schneller als im Vorjahr war. „Schließlich musste man mit dem Rad in der Wechselzone diesmal deutlich länger laufen“, meinte sie, die erneut Stadtmeisterin in genau 60 Minuten wurde (der ausführliche Bericht mit den Ergebnissen der Dieburger Teams und Einzelstarter folgt in der Donnerstags-Ausgabe dieser Zeitung).

Radstrecke etwas einfacher

Allerdings war die Radstrecke etwas einfacher, weil flacher und daher einfacher zu bewältigen, nachdem die Runde über Semd und Klein-Zimmern einem Wendekurs zwischen Polizeistation und Klein-Zimmern gewichen war. Die war für Zuschauer noch attraktiver und lockte mehr Menschen zum Anfeuern rund um den Kaufland-Kreisel.

Bei dem fand etwa Bernd Düsterhöft - in vollem Tempo mit dem Rad heransausend - nicht auf Anhieb den Weg gen Wechselzone zum Laufen.

Ergo drehte der Dieburger eine Ehrenrunde im Kreisel, ehe er den 18 Kilometern im Sattel noch 4,2 Kilometer zu Fuß durch den Schlossgarten folgen ließ.

Auch Roland Trippel von den Scheffemer Drebbehogger bewertete die Radstrecke als „einfacher als im Vorjahr“. Fast optimales Triathlonwetter mit etwas Wind, dafür aber trockenem Boden und moderaten Temperaturen, spielte den Sportlern in die Karten.

Laufschwein im rosa Kostüm

Der Frankfurter Detlef Saemann, in der Region als Laufschwein im rosa Kostüm bekannt, bewertete die Auftritte vieler weniger trainierter Teilnehmer als „zu verbissen und verkrampft“.

Während er, der seinen ersten Triathlon „finishte“, sich Zeit für allerlei Schweinereien auf und neben der Strecke nahm, erlitt eine Starterin auf dem Rad einen Kreislauf-Kollaps, stürzte, und musste mit dem Helikopter nach Frankfurt in die Unfallklinik gebracht werden.

„Das sehen wir als Veranstalter natürlich gar nicht gerne“, sagte Sebastian Dehmer, Römerman-Macher zusammen mit David Thomas, nach dem Rennen.

Donnelly setzte eine Bestmarke

Ein erstes überschwängliches Resümee ließ er sich dennoch nicht nehmen: „Das war richtig top. Das Wetter hat gestimmt und alle strahlen.“ Strahlen durfte am Ende auch Alexandra Behrens vom DSW Darmstadt, diesmal am Start für das Team Equipe Red. Sie wurde in 56:10 Minuten die schnellste Frau. Sean Donnelly setzte in 50:04 Minuten derweil eine Bestmarke, die lange Zeit Bestand haben könnte.

Bilder zum Römerman

Zweiter Römerman in Dieburg

Mit dem Römerman Dieburg soll es auch nächstes Jahr weitergehen, dann unter dem Namen „140.6 Team“. Vielleicht werden aus den diesjährigen närrischen 88 Mannschaften sogar 100 oder 111. Die Mundpropaganda dürfte nach dem diesjährigen Erfolg jedenfalls ihr Scherflein zum nochmaligen Wachstum beitragen.

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