„Mini-Café“ und „Dirk’s Café Ostheimer“ sind geschlossen

Doppeltes Aus

„Dirk’s Café Ostheimer“ (links, Bild von der Eröffnungswoche) und das „Mini-Café“ auf dem Marktplatz haben zugemacht. Fotos: Dörr

Dieburg – Schlechte Nachrichten für die Dieburger Innenstadt: Mit dem „Mini-Café“ auf dem Marktplatz und „Dirk’s Café Ostheimer“ in der Zuckerstraße haben in dieser Woche zwei Gastronomien dichtgemacht.

Unter der Regie der Betreiber-GbR des Ehepaars Lars und Sabine Wiessner sowie Dirk Wilhelm dürfte es das für beide Objekte auch dauerhaft gewesen sein.

Die Wiessners und Wilhelm betrieben das „Café Ostheimer“ seit Februar dieses Jahres und das „Mini-Café“ seit Juni. Lars Wiessner bestätigte am Freitag: „Beide Cafés sind geschlossen.“ Dass sie noch einmal öffnen, wollte Wiessner nicht definitiv ausschließen, sich darüber hinaus zu den Gründen der Schließung nicht äußern. Nach anderen Quellen ist aber davon auszugehen, dass das Kapitel sowohl im „Mini-Café“ als auch im „Café Ostheimer“ beendet ist.

So rechnet die Vermieterin des „Café Ostheimer“ nicht mehr mit der Wiedereröffnung durch die bisherigen Betreiber; zudem wurden bereits Mitarbeiterinnen über das Aus in Kenntnis gesetzt. Mit Blick aufs „Mini-Café“ ist die Sache noch eindeutiger: Bürgermeister Frank Haus, der zusammen mit dem Dieburger Magistrat der Vermieter der städtischen Immobilie ist, hat von Lars Wiessner bereits die Bitte um einen Aufhebungsvertrag erhalten.

Haus zeigte sich von der Entwicklung rund um das prominent gelegene Café „enttäuscht. Für mich kommt’s überraschend. Wir saßen vor drei Wochen noch zusammen. Da hieß es, alles sei in Ordnung.“ Deshalb habe er im September auch eine Pressemitteilung herausgegeben mit dem Inhalt, dass sich Bürgermeister und Stadt Dieburg freuten, dass es im „Mini-Café“ nach anfänglichen Schwierigkeiten mittlerweile gut laufe, das Café sich zunehmender Beliebtheit erfreue und man noch auf viele gemeinsame Jahre mit den Vertragspartnern hoffe. Keinen Monat später stellt sich die Sache nun ganz anders dar. Ebenso im „Café Ostheimer“, das am vergangenen Samstag noch an der „Musiknacht“ teilgenommen hatte.

Für die Stadt betont Haus unterdessen, dass man die Miete fürs „Mini-Café“ stets erhalte habe. Nun gehe es um die Neuvermietung: „Wenn jemand ad hoc übernehmen möchte, müssen wir überlegen, in welcher Form wir eine Ausschreibung machen“, blickt er nach vorn. jd

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