Würdigung seiner Verdienste / Programm am Jakobsborn

Douglasie nach Förster Heinz Böhle benannt

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Sieben Alphornbläser gaben eine Kostprobe ihres Könnens.

Dieburg (mag) ‐ Sehr markant ist die von einer Rundbank umgebene Douglasie am Jakobsborn am Fuße der Moret, für den Dieburger Stadtwald prägend war Heinz Böhle, der hier von 1960 bis 1990 volle drei Jahrzehnte Revierförster war. Beim traditionellen Waldrundgang der Stadt Dieburg letzte Woche zeigte der heutige Revierförster Peter Sturm auch Waldbestände, die unter der Regie von Heinz Böhle angepflanzt wurden.

Auch die Schutzhütte am Jakobsborn, im Dieburger Volksmund „ess Jakobsbrünnsche“ genannt, geht auf eine Initiative von Heinz Böhle zurück. Heute wird der romantische Rastplatz inmitten des Stadtwaldes vom Dieburger Odenwaldklub (OWK) gehegt und gepflegt. Zum Abschluss des diesjährigen Waldrundgangs wurde nicht wie sonst in einer Gastwirtschaft zu einem Abschluss-Imbiss eingeladen, sondern die Tour endete am frisch herausgeputzten Jakobsborn. Und der OWK nahm dies zum Anlass, dem ehemaligen Revierförster Heinz Böhle in besonderer Weise zu gedenken: OWK-Vorsitzender Franz Zoth benannte die mächtige Douglasie nach Heinz Böhle, dessen Frau Lisa mit ihren Töchtern und Enkeln der Feier beiwohnte. Außerdem wurde eine Holztafel enthüllt, an der sich die Besucher sehr anschaulich über den Jakobsborn informieren können.

Das Bild, das sich rund um die „Heinz-Böhle-Douglasie“ bot, hätte deren Namensgeber mehr als gefallen: Sieben Alphornbläser gaben der Feier einen imposanten Rahmen, während es sich die weit über 120 Waldrundgänger am Jakobsborn gut gehen ließen. Vom Grill her roch es nach schmackhaften Wildbratwürsten, Kaffee und Kuchen wurden von den emsigen OWK-Mitgliedern gereicht.

Die Waldgruppe der Werkstatt für behinderte Menschen demonstrierte ihre Gerätschaften zum Brennholz machen. Die Säge brummte und unter dem Druck der Spaltmaschine fielen die Buchen-Meterstücke krachend in zwei Hälften, während ein paar Meter weiter ein Informationsstand zum Heizen mit Holz-Pellets aufgebaut war. Die Renaissance des Brennstoffes Holz und die damit einhergehende Wertsteigerung dieses nachwachsenden Rohstoffes würde Heinz Böhle heute das Herz lachen lassen. Schließlich musste er noch mit ansehen, wie nach dem Sturm „Wiebke“, der große Wunden in den Stadtwald schlug, anfangs der 90er Jahre der Holzpreis ins Bodenlose fiel.

Die Windwurfflächen von damals schließen sich wieder und der Dieburger Stadtwald bietet über das ganze Jahr Spaziergängern, Wanderern und Sportlern einen perfekten Naherholungsraum. Und die Waldbesucher können von nun an unter der „Heinz-Böhle-Douglasie“ in der Stille des Waldes die Gedanken schweifen lassen.

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