Drainage im Fechenbachpark?

Spaß statt Schlamm

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Bei trockenem Wetter ist der Fechenbachpark ein ideales Naherholungs-Inselchen inmitten der Stadt. Bei anhaltenden Regenfällen allerdings bilden sich auf den Wegen große Pfützen.

Dieburg - Ritter, Gaukler und Besucher bis zu den Knöcheln im Schlamm: Bei anhaltendem Regenwetter waren die Wege im Fechenbachpark bei vergangenen Martinsmärkten eine Herausforderung für Standbetreiber und Publikum. Von Lisa Hager

Die CDU hat jetzt im Parlament angeregt, über eine Drainage-Möglichkeit nachzudenken. Damit soll der zentrumsnahe Park auch langfristig für die öffentliche Nutzung gesichert werden. Das aufgeschüttete Stroh vor den Buden und Wegen im Mittelalter-Markt, der im Park seine Zelte aufschlug, hatte nicht nur malerische Funktion: Oft war es die einzige Möglichkeit, noch irgendwie trockenen Fußes über die Sandkies-Wege von einem Ende zum anderen zu kommen. Aber nicht nur die Martinsmarktlage bei starken Regenfällen haben CDU-Fraktionsvorsitzenden Renee Exner auf den Plan gerufen. In dem Antrag seiner Fraktion bezieht er sich auch auf die Eigenschaft des Parks als „gepflegten Erholungsort“, der auch künftig immer mehr von den Bewohnern des Hauses Priska mit Rollatoren benutzt werden würde. Schließlich sei der Park für sie eine direkte Verbindung zum Marktplatz und der Innenstadt. Auch im Zusammenhang mit dem Kreishausumbau wäre eine entsprechende Initiative der Stadt jetzt zeitlich wünschenswert, meinte er.

Exner sprach sich im Parlament gegen ein Gesamtkonzept für den Park aus, denn damit würden die Aktionsflächen verloren gehen, da der Denkmalschutz miteinbezogen werden müsste. „Sobald die Gartendenkmalpflege beteiligt ist, können wir die Feste im Park vergessen“, warnte auch Bürgermeister Dr. Werner Thomas.

SPD-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Böhm legte sich dagegen noch einmal für ein Gesamtkonzept zur Neugestaltung des Parks ins Zeug, die seine Fraktion von jeher favorisiert hat. „Wir sollten einen Gesamtplan angehen, sonst wird das wieder nur Stückwerk“ sagte er. Man wolle den Parkcharakter bewahren, die Fläche aber auch weiter öffentlich nutzen. Andreas Will sprach sich für die Grünen gegen ein Gesamtkonzept aus. „Das brauchen wir nicht, wenn wir die Wege sanieren, ist das okay.“ Für eine Nutzung als Bürgerpark („Wir wollen dort Feste feiern“) setzte sich auch FDP-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Reuscher ein.

Schließlich wurde der Prüfantrag der CDU einstimmig befürwortet. Demnach wird die Verwaltung damit beauftragt, eine Kostenschätzung zur Installation eines Drainagesystems im gesamten Wegebereich zu erstellen. Dabei sollen auch mögliche Eigenleistungen des Bauhofs miteinbezogen werden. Auf jeden Fall müssen der Baumbestand und die derzeitige Bepflanzung berücksichtig werden. Inwieweit der Antrag seine Berechtigung hat, könnte schon - wieder einmal - der Martinsmarkt vom 7. bis 10. November zeigen.

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