Dreiecksrennen durchs Museum

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Halsbrecherisch in die Kurve: Das Revival 2009 zog Tausende nostalgischer Motorsportfans nach Dieburg.

Dieburg (eha) ‐   Bald dröhnt und röhrt es in den ansonsten eher stillen und beschaulichen Räumen des Museums Schloss Fechenbach: Die kommende Sonderausstellung, die am 26. Mai, um 18 Uhr eröffnet wird, widmet sich einer für Historiker sehr kurzen Phase, einem Ereignis in der Zeit von 1948 bis 1955.

Informationen auf der Internetseite des Museumsschlosses Fechenbach sowie auf der Internetseite des Dreiecksrennen.

Das waren acht Jahre kurz nach dem Zweiten Weltkrieg - acht unvergessliche Jahre für den Dieburger Motorsport. Die Erinnerung an diese acht Jahre macht aus älteren Männern kleine Jungs, aus jüngeren gestandene Rocker. Die Lösung des Rätsels: „Dieburger Dreiecksrennen“. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg richtete der Darmstädter Motorsport Club als Veranstalter unter Leitung von Gustav A. Petermann, dem damals jüngsten Rennleiter Deutschlands acht Motorradrennen auf einer fünf Kilometer langen Rundstrecke im Dieburger Stadtgebiet, dem Dreieck, aus. Bis zu 75 000 Besucher strömten nach Dieburg, bis das Rennen aus sicherheits- und verkehrstechnischen Gründen eingestellt werden musste.

Seit diesen unvergesslichen Tagen gab es in den Jahren 2005 und 2009 jeweils ein Revival und ein Buch zum Rennen, dass bereits mehrfach neu aufgelegt wurde.

Jetzt ist es Zeit für eine Ausstellung: Unter dem Titel „Tradition und Gegenwart in Wort, Bild und Miniatur“ hat die IG Dreiecksrennen eine aufwändige Schau zusammengestellt. Im Organisationsteam tätig sind Karin Garde-Gottlieb, Norbert Gottlieb, Ronald und Lianne Gabele, Thomas Jung, Herbert Kreher, Winni Ostheimer und Uwe Schott.

Neben zahlreichen Bildern und Druckwerken werden auch Ton- und Bildbeiträge in der Ausstellung zu sehen und zu hören sein. Bereichert wird die Schau durch einen Teil der umfangreichen Privatsammlung von Norbert Gottlieb. Die Sammlung umfasst Motorrad- und Automobilmodelle, Blechspielzeug und Gebäudenachbauten. Zu einem der Hingucker wird für die Dieburger sicherlich der originalgetreue Nachbau der alten „Kistner-Tankstelle“ sein.

Die Eröffnung findet am Mittwoch, 26. Mai, um 18 Uhr statt. Geöffnet ist die Ausstellung ab 27. Mai bis zum 1. August. Öffnungszeiten des Museums: dienstags bis samstags 14 bis 17, sonntags 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ins Museum kostet pro Person zwei Euro, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre und Inhaber der Seniorencard A oder S des Landkreises Darmstadt-Dieburg sind befreit.

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