Dreikäsehoch will umziehen und wachsen

Hoffen bei der heutigen Sitzung der Stadtverordneten auf ein positives Signal für ihre Umzugspläne: Die kleinen Dreikäsehochs und ihre         Erzieher-innen. Foto: lho

Dieburg - (lho) „Wir hoffen sehr, dass sich das Parlament dafür ausspricht, unsere Umzugspläne zu unterstützen“, sagt Evi Heyl, Vorsitzende des Vereins Dreikäsehoch und Leiterin der Kinderbetreuung, gestern im Gespräch mit dem DA. Heute Abend steht der Dreikäsehoch als einer von 17 Punkten auf der Tagesordnung der Dieburger Stadtverordneten.

Seit 25 Jahren gibt es den Verein, der sich die Betreuung von Ein- bis Vierjährigen zur Aufgabe gemacht hat, seit 15 Jahren hat ihm die Marienschule Unterschlupf in ihrem Souterrain gewährt. Doch schon vor zwei Jahren äußerte die Schule den Wunsch, die Räume selbst nutzen zu wollen. Und auch für den Dreikäsehoch wäre ein Umzug in größere Räume durchaus sinnvoll: Der Kinderhort kann zur Zeit nicht alle Betreuungswünsche erfüllen und führt eine Warteliste. „Die Nachfrage nach unserem Angebot ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, hat Heyl beobachtet. Im Souterrain der Marienschule ist aber kein weiterer Platz, betreut werden können die Kinder derzeit auch nur bis um 13 Uhr, für eine Küche zur Zubereitung eines Mittagessens fehlt ebenfalls der Platz.

Das könnte sich ändern, wenn das Parlament sich heute Abend dazu entschließt, den Dreikäsehoch bei seinen Umzugsplänen finanziell zu unterstützen. Als neues Domizil hat der Verein ein Haus Am Bauhof 14 im Auge, das zur Vermietung steht. Allerdings müsste das Gebäude noch umgebaut werden. Heyl setzt hier auf einen Zuschuss durch das Land Hessen. Für den Restbetrag müsste die Stadt in die Tasche greifen und auch bei den Ausstattungskosten wäre der Verein auf Unterstützung angewiesen. Mit dem Umzug verbunden wäre auch, dass die Betreuungseinrichtung den anderen Dieburger Kindergärten gleichgestellt würde. Statt eines Betriebskostenzuschusses wie bisher, erhielte der Dreikäsehoch dann eine Fehlbetrags-Finanzierung - die Differenz zwischen den Betriebskosten auf der einen und den Zuschüssen und Elternbeiträgen auf der anderen Seite. Gleichzeitig würde der Umzug an den Bauhof bedeuten, dass der Verein sein Betreuungsangebot um 20 neue Krippenplätze erweitern und zudem zwei Ganztagsgruppen anbieten könnte.

„Ab 2013 muss die Gemeinde ohnehin ausreichend Krippenplätze zur Verfügung stellen“, erklärt Heyl. Kein Wunder also, dass der Magistrat den Umzugs- und Erweiterungsplänen der Dreikäsehochs auch grundsätzlich positiv gegenübersteht. Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Parlaments, damit aus Plänen auch Taten werden können. Vor dem Spielen der Kleinen im Haus Am Bauhof 14 stehen dann allerdings erst noch Bauantrag und Umbau. „Mit viel Glück könnten wir dann im Oktober einziehen“, macht Heyl deutlich, dass auch nach einem Ja aus dem Parlament noch jede Menge zu tun bleibt.

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