Dschungel- und Älafieber

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Nachwuchs-Sonnengötter.

Dieburg ‐ Selbst die Sonnengötter der Krakeeler konnten den Himmel gestern Mittag nicht dazu bringen, den Dieburger Kinderfastnachtsumzug mit ein paar Sonnenstrahlen zu begleiten. Von Laura Hombach

Doch in Anbetracht der Wetterbedingungen der letzten Wochen, konnten sich Dieburgs Narren angesichts des trüben, aber immerhin trockenen und nicht allzu kalten Wetters glücklich schätzen. So waren auch die Straßenränder entlang des Zugwegs gut mit Zuschauern gefüllt, als sich die kleinen und großen Zugteilnehmer um 13.33 Uhr auf den Weg machten. Wie immer hatten sich Dieburgs Kindergärten und Grundschulen tolle Kostüme ausgedacht und teilweise sogar selbst gebastelt.

Als teuflischer Nachwuchs kamen die Kinder der Kita St. Wolfgang daher, die Deiwelsgeije im Gepäck. Darüber, dass keines der kleinen Teufelchen verloren ging, wachten große Teufel und Engel in trauter Harmonie. Die Friedenspfeife war vor Beginn des Umzugs wohl auch in der Muggelburg gekreist. Die Kindertagesstätte spielte Cowboy und Indianer, ganz ohne dass jemand an den Marterpfahl gezurrt werden musste.

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Kleine Fastnachter begeisterten beim Kinderumzug

Goldig, aber deswegen natürlich nicht weniger gefährlich, waren auch die Kleinen der Kita St. Josef - diesen Piraten würde beim Entern sicher kein Kapitän den Zutritt zu seinem Schiff verwehren.

Flatterhaft zeigten sich die Kinder der Kita St. Martin, als bunte Schmetterlinge und anderes drollige Getier waren sie dabei. Ausgewachsene Marienkäfer, Gärtner und Gartenzwerge passten auf, dass keiner davonflatterte oder gar einem größeren Tier zum Opfer fiel. Denn die Knirpse des Knirpsenlandes waren im Dschungelfieber und als gar große - wenn auch gar nicht grässliche - Tiere unterwegs. Löwen, Tiger und Elefanten ließen das Äla- kurzzeitig zu einem Dschungelfieber werden. Wenn aber die Zuschauer kurz darauf Außerirdische sahen, so lag das nicht an fiebrigen Halluzinationszuständen, sondern an den kleinen Fastnachtern der Marienschule. In grün und silber, mit Fühlern oder silbrig-glänzendem Helm hatten sich die Außerirdischen zum närrischen Lindwurm gesellt.

Kleine Fastnachter infizierten das Publikum mit dem Äla-Virus

Wem bis Zugnummer 24 schon ein wenig kalt geworden war, der konnte sich an den kleinen rot-goldenen Feuerstellen, als die ein Teil der Gutenbergschüler kostümiert war, wärmen. Dabei hieß es nur geschickt den gleichfalls vertretenen blau-silbernen Eiskristallen auszuweichen, die allerdings von der Optik her auch nur wärmstens zu empfehlen waren.

Nachdem die kleinen Fastnachter das Publikum mit dem Äla-Virus, den dann später auch die Schessedrigger nochmal mitbrachten, infiziert hatten, hatte ihre ausgewachsene Unterstützung leichtes Spiel. Zumal sich viele von den „großen“ Fußgruppen umgekehrt eine eigene kleine Unterstützung mitgebracht hatten. Ob im Kinder- oder Bollerwagen oder gar auf eignen Beinen, auch bei den Fußgruppen waren die Kleinen die Stars.

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