Duelle auf der Zielgeraden

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Da wirbeln die Hufe: Beim Trabrennen preschten gestern Nachmittag die Vollblüter im Sprint mit 50 Stundenkilometer und mehr über das Geläuf.

Dieburg - Edle Vollblüter, Helden im Sulky und jede Menge Nervenkitzel wurde den Besuchern beim 20. Dieburger Trabrennen geboten. Von Ursula Friedrich

Dicht gedrängt fieberten hunderte Besucher auf dem Dieburger Annenhof mit, wo sich gestern Nachmittag ihre Champions in sieben Rennen einen sportlichen Showdown lieferten.

Spätsommerliches schwülwarmes Wetter sorgte beim Sportereignis, das hessenweit seinesgleichen sucht, zwar für jede Menge Schweiß unter den Teilnehmern. Feiner Regen hatte jedoch nachts dafür gesorgt, dass das „Geläuf“ für die vierbeinigen Teilnehmer optimale Bedingungen bot. Eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm wurde auf der 1000- Meter-Trabrennbahn Pferdesport vom Feinsten präsentiert.

Pferdewetten und erlesene Tropfen

Während das Publikum bereits beim Pferdewetten fachsimpelte, die umfangreiche Gastronomie und ein erlesenes Gläschen Wein genoss, herrschte in den Boxenreihen des Annenhofs noch Ruhe. Vorjahressieger Ulli Klee wartete blitzblank geputzt in seiner Box auf den großen Einsatz.

„Ulli ist ein Kämpfer“, lobte Lutz Will, Vorsitzender des Hessischen Trabsportvereins und Amateurrennfahrer seinen 13-jährigen Hengst „Und er hat gute Steherqualitäten.“ Noch einmal warf der Hufschmied einen fachmännischen Blick auf Ullis „Bereifung“ - dann ging es bestens gerüstet zum Anschirren.

Tja, auf wen sollen wir denn setzen? Diese vier top gestylten Dieburger trugen mit ihren Kopfbedeckungen auch der bei Pferderennen wichtigen Hutmode Rechnung. Foto: Friedrich

Dass ein Jockey auch mal im Sattel zu erleben ist, zeigten die Teilnehmer des Trabreitens, das im Gedenken an den Gründer der Veranstaltung, Karl Friedrich Will, ausgetragen wurde. Karl Friedrich Will installierte das Dieburger Trabsportereignis 1989, um die Popularität dieser Facette des Pferdesports auf die Sprünge zu helfen. 1987 hatte der Dieburger den Hessischen Trabersportverein aus der Taufe gehoben, und auf dem 20 Hektar großen Terrain des Annenhofs eine Rennbahn anlegen lassen.

Seither hat sich das Sportereignis nicht nur zu einem Höhepunkt für Trabrennfreunde Hessens gemausert - für das lokale Publikum ist der Trabrenntag auf dem Annenhof ein beliebtes Sonntags-Ausflugsziel.

Das Händchen von Claudia und Lutz Will, den sportlichen Teil mit einem ansprechenden Rahmenprogramm und guter Bewirtung zu würzen, hat der Veranstaltung Volksfestcharakter eingehaucht. Kinderschminken, Ponyreiten, Voltigiervorführungen, Live-Musik, Frühschoppen, eine Autoschau und mehr machten den Renntag zu einer runden Sache.

Quelle: op-online.de

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