Duftende Blüten und Konterfeis auf Papier

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Hausherrin Damaris Buchert sorgte mit ihrem Ensemble „PhilSaitig“ für Musik.

Dieburg - Das kleine Mädchen steckt kichernd die Füße ins Blütenblätterbad, leise Musik weht herüber, Gläser mit zartrosa Sekt blinken im Sonnenlicht: Ein Hauch von Arkadien weht an diesem Nachmittag durch die Kolpingstraße: Die Familie Buchert hat ihren romantischen Rosengarten, in dem rund 180 blühende Stöcke versammelt sind, für ein ganz besonderes Ereignis geöffnet. Von Lisa Hager

„Malerei trifft Rosengarten“ heißt die Veranstaltung, die zum Gesamtkunstwerk für alle Sinne wird.

Das Musik-Ensemble „PhilSaitig“, in dem Hausherrin Damaris selbst mitspielt, sorgt für passende Kompositionen - eine gekonnte Mischung aus Modern und Alt. Sie haben passend zum Thema irische, französische oder deutsche Volkslieder ausgewählt, in denen die Königin der Blumen eine Rolle spielt.

Blumenporträts von Sue Henon zwischen realen Vorbildern: „Malerei trifft Rosengarten“ hieß es am Sonntag in der Kolpingstraße.

Unterdessen flanieren die Besucher an den mit Buchsbaum eingefassten Rosenbeeten vorbei - viele riechen immer wieder entzückt an den vollen Blüten. Und „Bobbie James“, der englische Rosen-Klettermaxe über dem Eingang, gibt sein Bestes und empfängt jeden neuen Besucher mit einer champagnerfarbenen Blütenkaskade und betörendem Duft. Zwischen den rund 80 verschiedenen Rosensorten und zahlreichen Sommerblumen-stauden stoßen die Besucher immer wieder auf eines der Bilder von Sue Hénon, die in Bucherts Garten schon sehr viele Pflanzen-Porträts aufgenommen hat. Die Dieburger Malerin stammt aus England, wo Gartenkunst einen weitaus höheren Stellenwert hat als hierzulande. Hénon malt immer wieder im Garten der Bucherts und holt sich Anregungen für ihre botanischen Bilder. Die Idee, einmal eine „Open-Air-Ausstellung“ zur Blütezeit zu machen, entstand dabei schon vor Jahren.

Glücklich lächelt Damaris Buchert, die zusammen mit ihrem Mann Hans sehr viel Zeit und Herzblut in den Garten investiert, am Ende des Tages. „Es war wunderschön“, sagt sie. Die letzte Besucherin stimmt ihr zu.

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