KVD zeichnet bei Prinzenempfang besonders engagierte Fastnachter aus.

Ehrentitel für echte Urgesteine

Dieter „Tom“ Kirschstein (von links), Elke Klenk und Hans Günther Weißbäcker erhielten KVD-Ehrentitel.Fotos (2): Hager

Dieburg (eha) ‐   Mit Ehrentiteln zeichnete der Karnevalverein Dieburg (KVD) beim Prinzenempfang drei ganz besonders verdiente Engagierte des Vereins aus. Elke Klenk (von vielen auch „Tante Elke“ genannt) wurde als jahrzehnte lange Leiterin der Kinder- und Jugendgarde zur „Ehrenkommandeuse“ ernannt.

Wie stellvertretender KVD-Präsident Matthias Sahm in seiner Laudatio sagte, hat sie 1974 die erste Kindertanzgruppe gegründet. „Mittlerweile werden pro Saison mehrere Garde- und Showtänze vorgeführt.

Bis zu Klenks Abschied im vergangenen Jahr waren das mehr als 200 unter ihrer Leitung. In 33 Jahren habe Klenk aus der Kinder und Jugendgarde gemacht, was sie heute sei: „Eine unerschöpfliche Nachwuchsschmiede - eine wesentliche Grundlage für die Dieburger Fastnacht.“

Die Ehrung erhielt auch der langjährige Ton- und Technikchef, Hans-Günther Weißbäcker, der über Jahrzehnte für den guten Ton gesorgt hat. „Geht nicht - den Spruch gab es und gibt es nicht für ihn“, sagte Sahm über den „Ehrentechniker“. Stundenlanges Tüfteln, Filme schneiden und Technik ausprobieren, seien die Markenzeichen dieses Fastnachtsurgesteins.

Dritter im Bunde der besonders Geehrten ist Dieter „Tom“ Kirschstein, lange Jahre Vorsitzender der Prinzengarde, die „ihm unendlich viel zu verdanken hat“.

Der frisch gebackene „Ehrenkommandant“ habe die Entwicklung der Prinzengarde ganz wesentlich geprägt, sagte Sahm. Die Ehrentitelträger waren sichtlich gerührt, das Publikum brachte ihnen stehende Ovationen.

Den „Ehrenbajazz“ erhielt Manfred Müller, der seit 33 Jahren im KVD aktiv ist und für das Arrangement von 53 Dieburger Fastnachtsschlagern verantwortlich zeichnet und drei selbst komponiert hat. „Er ist ein Mann der leisen Töne“, sagte Sitzungspräsident und Hofmarschall Bernd Wolfenstädter über den bescheidenen Macher im Hintergrund. „Aber für das närrische Liedgut ist er ein unverwechselbarer Paukenschlag.“

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