Ehrentitulatur für Wolfenstädter

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Die neuen Titulaturen-Träger der „Heihupper“ mit ihren Paten.

Dieburg ‐   „Markus Weber betonte einst, die Verleihung einer Titulatur komme einem Ritterschlag gleich“, sagt Lutz Hoffmann, seit zehn Jahren Vorsitzender des Dieburger Männerballetts „Heihupper“. Von Jens Dörr 

55 Jahre alt wird die Truppe der scheidenden Trainer Birgit und Hans-Joachim Enders in diesem Jahr (der DA berichtete). Sie erheitert seit Jahrzehnten das Publikum der Fastnachtssitzungen. Beim kürzlich veranstalteten Jubiläumsfest im Vereinsheim der ASV-Ringer bildete dann auch die Verleihung neun „normaler“ Titulaturen und einer Ehrentitulatur einen der Höhepunkte.

Vor den 70 Gästen des Fests, darunter viele Passive und Angehörige der Tanzformation, wurde Bernd Wolfenstädter zum Ehren-„Heihupper“ ernannt. Er erhielt die Titulatur „Elfer-Chef unn Sitzungshannes, Heihupp-Fan vum grande Wammes“. Der närrischen Unterstützung durch Wolfenstädter könne man sich immer sicher sein, nannte Rainer Eicke einen der Gründe für die Ehrentitulatur.

Eicke im Übrigen wird zukünftig die „Heihupper“ trainieren - „statt Demokratie herrscht nun Diktatur“, droht er spaßeshalber schon mal an. „Heihupper-Chef“ Hoffmann freut sich derweil, dass nicht nur die bisher 14 Aktiven weitertanzen, sondern es noch einen Neuzugang gibt.

Im September startet das Training

Beim Jubiläumsabend im Ringerheim, zu dessen Eröffnung der Fanfaranzug Dieburg ein Ständchen brachte und den Jürgen Schaarvogel moderierte, wurden außerdem folgende „Heihupper“ mit Titulaturen geehrt, die jeweils ein Pate des Aktiven vortrug: Rainer Eicke („Danz-Comtess mit Scheidel groß, Girl nei Dompteuse vun de Heihupp-Bloos“), Jörg Klein („Long Girl Kleini schusselich, Albatross vum Kicker-Tisch“), Daniel Christ („Girli vun de Christ Bagage, Maschinche Bagger in Garage“), Martin Pertz („Girl grande kolossal wie Baum, pianoforte Pizza-Traum“), Hubert Schledt („Ketchup-Fan vum Doaschde-Clan, Jogger-Girl im Technik-Wahn“), Thomas Lewis („Grizzly-Girl im Dancing Club, Organeiser vun Heihupp“), Markus Heckwolf („Marilyn Girl der Heckes-Sippe, Gitarre-Dabbes Angelstrippe“), Daniel Josten („Grande Kleingeld-Fetischist, Märklin-Girl vum Goardemist“) und Christoph Tropea („Ältster Sohn vum Hocke-Vadder, Trompete-Girl Knoche-Madder“).

Beim Fest indes schauten die „Heihupper“ nicht nur zurück und erinnerten sich an etliche legendäre Auftritte, es wurde auch schon wieder nach vorne geblickt: Im September startet das Training für die nächsten Kampagne und die letzten Auftritte in der „Ludwigshall“.

Auch wird es wieder das Trainingslager im „Hotel Berghof“ in Erzbach bei Reichelsheim geben, wo die „Heihupper“ bereits seit 1989 hinfahren. Trainieren wird man weiterhin bei den Ringern, denen Lutz Hoffmann für die gute Verpflegung während des Fests und der Trainingseinheiten ein großes Lob aussprach. Namentlich nannte er in diesem Zusammenhang Helmut Hiemenz, die Seele des ASV.

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