Eigene Stadt neu entdeckt

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Viele Interessierte liefen beim Spaziergang durch Dieburg mit.

Dieburg (ves) ‐ „Ich wohne zwar schon seit zwei Jahren hier, habe aber immer noch nicht alle Ecken von Dieburg kennen gelernt“, berichtete eine Dame lächelnd vor Beginn des Spaziergangs. Gemeinsam mit der Pfarrgruppe Dieburg und dem Heimatverein hatte der Odenwaldklub Dieburg am Sonntag zu einem kurzweiligen Spaziergang durch Dieburg eingeladen.

An ausgewählten Stationen wurden kulturelle Besonderheiten, die das Bild der Stadt prägen, in den Blick genommen und erläutert. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich viele „alt eingesessene Dieburger“ gemeinsam mit Zugezogenen und Neubürgern vor dem Rathaus. „Wir waren zuerst im Eiscafé und freuen uns nun auf den Rundgang“, erklärten Susanna und Fritz Roth lächelnd und warteten gespannt auf den gemeinsamen Marsch.

Bevor es jedoch losging, wurden die Spaziergänger durch eine Dieburger Delegation begrüßt. Neben Franz Zoth, dem Vorsitzenden des OWK, hatten sich auch Pfarrer Alexander Vogl, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, die 1.Vorsitzende des Heimatvereins, Maria Bauer, und der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning zur Begrüßung eingefunden.

Thomas: „Wir möchten, dass sie Dieburg lieben lernen.“

Es ist wichtig, miteinander in Kontakt zu kommen“, erklärte Pfarrer Vogl, der selber als zugezogener Rheinhesse nach Dieburg kam. „Wir möchten, dass sie Dieburg lieben lernen“, ergänzte Bürgermeister Thomas.

Die "Boomwhacker-Gruppe" der Marienschule begrüßte die Teilnehmer vor dem Anwesen am Markt 9 mit einem Musikstück.

Gemeinsam begab man sich zunächst zum Anwesen am Markt 9, wo die Boomwhacker-Gruppe der Marienschule die Wanderer mit einem Musikstück begrüßte. Unter der Leitung von Musiklehrerin Henrike Hemida zeigten die Schüler mit bunten Röhren bestückt einen rhythmischen Auftritt mit viel Bewegung. Nach einer kurzen Besichtigung des Anwesens ging es weiter zur Stadtkirche St. Peter und Paul, wo die Spaziergänger bereits auf dem Weg dorthin mit Klängen der Turmbläser in Empfang genommen wurden. Auch hier erhielten die Interessenten viele Informationen zur Entstehungsgeschichte der Stadtkirche.

Vorträge und Musikdarbietungen runden das Programm ab

Weiter führte der Weg durch Dieburg zum Garten von Schloss Fechenbach, wo Philipp Hiemenz einen Vortrag in Mundart hielt. In gereimter Form ließ er sich über die geografische Lage der Stadt Dieburg in der Welt aus, was mit vielen Lachern quittiert wurde. Die Schülerin Annika Reinhard präsentierte ihr Gedicht „money money“, das sie im Rahmen der diesjährigen Schreibwerkstatt der Sparkasse „Ich habe (m)einen Schatz gefunden“ verfasst hatte.

Weitere Stationen des Spaziergangs waren der Mühlturm der Erlesmühle am Amtsgericht, der Moersweg, der Ulner-Altar der Gnadenkapelle sowie das Kapuzinerkloster im Minnefeld. Im Garten des Kapuzinerklosters endete der Spaziergang mit einem Umtrunk und einer Cello-Darbietung zweier Schülerinnen.

Uns hat der Spaziergang sehr gut gefallen und wir werden gerne beim nächsten Mal wieder daran teilnehmen“, waren sich Rosi und Sascha Weber einig.

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