Bauprojekt auf der Zielgeraden

„Ein Schmuckstück für Dieburg“

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Das Luftbild von Haus Priska entstand vor wenigen Wochen, inzwischen wird im Außenbereich schon gepflastert und die Gerüste sind abgebaut.   

Dieburg - Eigentlich sollten schon seit Ende 2011 Senioren im neuen Gebäude an der Ecke Albini- und Darmstädter Straße wohnen. Von Laura Hombach

Doch auf einen Baustopp folgte der Abriss des schon weit vorangeschrittenen Rohbaus wegen Mängeln bis zur Bodenplatte und schließlich der erneute Aufbau. Jetzt befindet sich das Projekt endlich auf der Zielgeraden.

Worauf viele Dieburger schon gespannt warten, dazu hatte der Seniorenbeirat am Dienstag Gelegenheit: Gemeinsam mit Heike Wick-Suttner, die nach der Fertigstellung das neue Seniorenheim für den Betreiber „Mission Leben“ leiten wird, durften sie einen Blick in das Haus Priska werfen. Und nicht nur einen Blick, sondern eine ganz ausgiebige Besichtigung des künftigen Pflegeheims und des Bereichs für Betreutes Wohnen wurde den Senioren, die sich für die Interessen aller älteren Dieburger engagieren, gewährt.

Innenausbau noch in vollem Gange

Nach anderthalbstündigem Rundgang stand für den Seniorenbeiratsvorsitzenden Heinrich Boller fest: „Das ist ein Schmuckstück für Dieburg.“ Ein Urteil, dem sich auch die anderen Mitglieder des Seniorenbeirats gerne anschlossen.

Zwar ist der Innenausbau derzeit noch in vollem Gange, einen guten Eindruck vom künftigen Aussehen konnte der Seniorenbeirat dennoch gewinnen. Was noch nicht zu sehen war, malte Wick-Suttner bei ihrer Führung anschaulich aus.

Zunächst führte der Weg vom Eingangsbereich in die künftige Cafeteria, hier werden bald reichlich Sitzgelegenheiten stehen, genauso wie im Innenhof des U-förmig angelegten Gebäudes. In diesem Bereich sollen indes nicht nur die Bewohner, sondern auch Gäste von außen Kaffee und Kuchen genießen können.

Zur Grundausstattung gehört ein Internetzugang

Heimleiterin Kerstin Wick-Suttner (4. v. l.) führte Mitglieder des Seniorenbeirats durch das Gebäude.

Weit vorangeschritten ist der Innenausbau in den Wohn- und Aufenthaltsbereichen: Große Fenster, heller PVC-Boden in Parkett-Optik, farblich darauf abgestimmte Türen und ein heller Wandanstrich sorgen für eine lichtdurchflutete und freundliche Atmosphäre. Zu jedem Pflegebereich gehören jeweils zwei Aufenthaltsbereiche samt Küchenzeile. Dies biete die Möglichkeit, dass „fittere“ und „unfittere“ Bewohner sich in unterschiedlichen Bereichen aufhalten könnten und so homogenere Gruppen entstünden, die sich gegenseitig anregen, erläuterte Wick-Suttner das durchdachte Konzept. Bei schönem Wetter bieten die an die Gemeinschaftsräume anschließenden Balkone großzügigen Platz für den Aufenthalt im Freien. Bei einigen der Doppelzimmer kommt man gar in den Genuss eines eigenen Balkons. Grundausstattung in jedem Zimmer ist indes ein eigener Internetzugang. „Inzwischen skypen viele Senioren mit ihren Angehörigen im Ausland“, schilderte Wick-Suttner, dass das Internet längst auch schon im Pflegeheim Einzug gehalten hat.

In wenigen Wochen ist der Innenausbau abgeschlossen, dann stehen 108 Plätze im Pflegebereich von Haus Priska zur Verfügung.

In einem weiteren Gebäudeteil liegen die Wohnungen für das Betreute Wohnen. Von Wohnungen mit 50 bis zu einer Wohnung mit 85 Quadratmetern reicht das Spektrum. In den größeren Wohnungen sind Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Küche und Abstellraum obligatorisch, in den kleinen Wohnungen gibt es eine integrierte Küchenzeile und ein teilweise abgetrennten Schlafbereich. Von den Balkonen und aus den großzügig geschnittenen Fenstern fällt der Blick aus den Wohnräumen Richtung Albinisches Schloss. Eine Dachterrasse und kleine Sitzecken bieten den Mietern zusätzlichen Raum. Der Wohnbereich hat einen eigenen Eingang, ist aber über Notruf mit dem Pflegeheim verbunden.

Von 16 Wohnungen bereits 15 vergeben

„Wir freuen uns, dass mit dem Betreuten Wohnen die Palette des Betreuungsangebots in Dieburg erweitert wird“, erklärte Boller beim Rundgang durch das Haus. Und auch die Nachfrage spricht für sich: Von den 16 Wohnungen sind bereits 15 vergeben. Lediglich eine 78 Quadratmeter große Wohnung ist noch zu haben.

Auch für die Zimmer im Pflegebereich gibt es schon einige Interessenten. Meist betagtere Menschen, die geistig noch sehr rege sind, schilderte Wick-Suttner. Es sind aber noch Doppel- und Einzelzimmer frei. Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen seien, könnten Interessenten die Zimmer dann auch besichtigen, versprach die Heimleiterin.

Einen offiziellen Eröffnungstermin für Haus Priska gibt es zwar noch nicht, aber im August sollen die Mieter des Betreuten Wohnens und im September die Bewohner des Pflegeheims Einzug halten können. Wer sich für einen Platz im Haus interessiert, kann sich an die Heimleiterin wenden, s  06071 3055072, E-Mail: haus-priska@mission-leben-de.

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