Eine dauerhafte Verbindung

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Zufrieden sind die Verwaltungschefs mit ihrer Neuanschaffung: Dieburgs Bürgermeister Dr. Werner Thomas (Zweiter von rechts) und sein Münsterer Kollege Walter Blank (Zweiter von links.) nehmen die erste mit dem Asphalt-Reparaturzug vorgenommene Ausbesserung in Augenschein. Erste Erfahrungen mit ihrem neuen Arbeitsgerät konnten auch Dieter Löbig (rechts) vom Bauhof Münster und sein Dieburger Kollege Oliver Blümler sammeln.

Münster/Dieburg ‐ Schluss ist mit der äußerst unbeständigen Flickschusterei auf Dieburgs und Münsters Straßen. Die beiden Nachbargemeinden haben gemeinsam einen rund 14.000 Euro teuren sogenannten Asphalt-Reparaturzug angeschafft, der für dauerhafte Verbindungen zwischen Schlagloch und Füllmaterial sorgen soll. Von Laura Hombach

Wesentliche Bestandteile des Zuges sind zum einen ein gasbefeuertes Gerät, das die vorhandene Asphaltdecke erhitzt, sowie ein Ofen, in dem das Füllmaterial auf die richtige Temperatur gebracht werden kann. Durch die beiderseitige Erwärmung sollen alter  und neuer Asphalt zu einer haltbaren Einheit werden.

Zugleich bedeutet die neue Gerätschaft auch einen weiteren Schritt in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit. Denn nicht nur die Kosten für die Neuanschaffung wurden gutnachbarschaftlich geteilt. Auch die Bauhöfe werden beim Arbeiten mit dem neuen Gerät die interkommunale Teamarbeit pflegen. So hilft der Münsterer Bauhof beim Flicken der Dieburger Straßen mit und umgekehrt.

Diese Woche war in der Dieburger Carlo-Mierendorff-Straße Probelauf sowohl für das interkommunale Arbeitsteam als auch für die neue Gerätschaft. Mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden zeigten sich Dieburgs Bürgermeister Dr. Werner Thomas und sein Münsterer Kollege Walter Blank.

Das Beheben von Schlaglochschäden nimmt noch Monate in Anspruch

Bis zu einem Quadratmeter große Flächen können mit dem neuen Gerät ausgebessert werden. Der alte Asphalt wird dabei auf 180 bis 200 Grad erhitzt. Die gleiche Temperatur hat dank des Ofens das Füllmaterial, das anschließend in das Schlagloch gefüllt wird. Mit einer Rüttelplatte wird die neue Asphaltverbindung perfekt gemacht, simples Wasser sorgt derweil für Kühlung und für eine glatte Oberfläche. Ungefähr eine Viertelstunde brauchen die Bauhofmitarbeiter für die Reparatur eines Schlaglochs, wenn die Geräte vorher schon auf Temperatur gebracht wurden.

Die Einwohner der beiden Gemeinden werden den Asphalt-Reparaturzug und die Bauhof-Männer in den kommenden Monaten wohl häufig zu Gesicht bekommen. Denn trotz neuer Gerätschaft haben die beiden Bauhöfe bis zum Winter alle Hände voll zu tun, um die vielen Schäden, die der letzte Winter auf den Straßen der beiden Gemeinden hinterlassen hat, einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Quelle: op-online.de

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