Rund 20 Kinder machen sich auf den Weg / In der evangelischen Kirche ist Anfassen sogar ausdrücklich erlaubt

Eine Wanderung von Krippe zu Krippe

In der evangelischen Kirche durften die Kinder die Figuren der Krippe auch anfassen. - Foto: Stiefler

Dieburg - Die Weihnachtskrippen in fünf Dieburger Kirchen zu bestaunen, dazu trafen sich am Samstag Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Die Krippenwanderung hatte die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul angeboten. Von Stephanie Stiefler

Weihnachtszeit ist Krippenzeit. In vielen Familien steht die Krippe gleich beim Weihnachtsbaum, ist für Kinder wie Erwachsene immer wieder faszinierend. Um sich anzusehen, wie unterschiedlich die Szene von Maria, Josef und dem Christuskind im Stall dargestellt wird, machten sich die mehr als 20 Kinder auf eine kleine Wanderung, teilweise begleitet von Mama, Papa, Oma oder auch dem Geschwisterchen im Kinderwagen.

Pfarrer Alexander Vogl begrüßte Groß und Klein. Geleitet wurde die Wanderung in diesem Jahr zum ersten Mal von Alexandra Breitbach und Christine Spieß.

Bei der fast zweistündigen Exkursion traf die muntere Gruppe auf die unterschiedlichsten Krippen. Während die Weihnachtsszene in der Kirche St. Peter & Paul fast die Größe eines Zimmers hat und die Figuren annähernd lebensgroß sind, mussten die Kinder in der Gnadenkapelle ganz genau hinschauen, um die in einem Altar integrierte Krippe zu entdecken.

In der evangelischen Kirche wiederum stehen die Figuren auf dem Altar, dürfen sogar angefasst werden. „Das Jesuskind liegt gar nicht in der Krippe, Maria hält es hoch“, bemerkten die Kinder sofort. Und es fiel ihnen auch auf, dass der Engel einen Stern auf dem Kopf hat.

Überhaupt waren die Kinder sehr interessiert und mit Eifer bei der Sache. So überlegten sie mit Unterstützung von Alexandra Breitbach und Christine Spieß in jeder Kirche, wie sich die Personen in der Szene in diesem Moment wohl gefühlt haben, was ihnen so durch den Kopf ging. So meinte ein kleiner Junge: „Josef ist froh, dass er mit Maria und dem Kind wenigstens in dem Stall sein kann. Das ist besser als nichts.“ Und zur Mutter Gottes fiel den Kindern als erstes ein: „Maria ist sicher froh, dass das Baby jetzt da ist.“

Nachdem auch die Krippen in der St. Rochus-Kapelle sowie in der Kirche St. Wolfgang bestaunt worden waren, fand die nachweihnachtliche Wanderung im Gemeindesaal St. Wolfgang einen gemütlichen Abschluss mit Kinderpunsch und Gebäck, was sich große und kleine Wanderer redlich verdient hatten.

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