Bebauung Ludwigshallenareal

Einige Fragen bleiben offen

+
Statt Veranstaltungen soll es auf dem Gelände, auf dem die Ludwigshalle jetzt noch steht, bald barrierefreies Wohnen, Arztpraxen und eine Tiefgarage geben. Bei der Beratung über den Bebauungsplan im Ausschuss blieben jetzt allerdings einige Fragen ungeklärt.

Dieburg - Raum für 23 barrierefreie Wohnungen, Arztpraxen sowie eine Tiefgarage soll auf dem Gelände zwischen Zentturmstraße und Herrngraben entstehen. Die Stadtverordnetenversammlung soll in ihrer nächsten Sitzung über die Baupläne des Investors abstimmen. Von Laura Hombach 

Eine Beschlussempfehlung gibt es allerdings nicht. Bei der Beratung im Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr blieben für dessen Mitglieder zu viele Fragen unbeantwortet. Für Verwunderung im Ausschuss sorgte dabei vor allem die Einstufung des Gebiets rund um das Ludwigshallengelände als Mischgebiet, die ein Gutachter vorgenommen hatte. Eine Einstufung, die in der Folge hier auch eine höhere Lärmbelastung zulassen würde als in einem Wohngebiet. Planer Christian Eichler konnte auf Nachfrage der Ausschussmitglieder, wie es zu dieser Einstufung gekommen sei, nicht befriedigend Auskunft erteilen. Seine Erklärung, dass in dem Bereich auch andere Gewerbeimmobilien wie Arztpraxen und Büros zu finden seien, überzeugte nicht. Die Ausschussmitglieder forderten bis zur Stadtverordnetenversammlung noch einmal eine Überprüfung dieser Einstufung ein. Auch mit dem vom Planer präsentierten Umstand, dass bei der Tiefgarage die Richtwerte für die zulässige Lärmbelastung an der Ein- und Ausfahrtrampe um zwei Dezibel überschritten würden, wollten sich die Ausschussmitglieder nicht abfinden. Andreas Will (Grüne) forderte, dass der Gutachter bis zur Stadtverordnetensitzung nähere Auskunft darüber geben solle, ob die zwei Dezibel nicht doch durch zusätzliche Maßnahmen wegzubekommen seien.

Der Neubau, die Praxen und auch die Tiefgarage, von deren zirka 85 Stellplätzen rund die Hälfte als öffentliche Parkplätze genutzt werden sollen, werden zweifelsfrei auch zu einer Zunahme des Verkehrs in der Zentturmstraße führen. Zwei Anwohnerfamilien hatten ihrer Sorge über die zunehmende Verkehrsbelastung in Einwendungen Ausdruck gegeben. Eichler erklärte, dass mit einem Verkehrsaufkommen von rund 466 Fahrzeugen pro Tag zu rechnen sei. Tagsüber sei dabei mit rund 45 Fahrzeugen pro Stunde zu rechnen. Eine Zahl, die auch bei einer Straßensituation wie der vorhandenen zu keinerlei Problemen führe, versicherte der Planer. Über den Bebauungsplan für das ehemalige Ludwigshallenareal werden nun die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 27. März, noch einmal beraten müssen. Die Ausschussmitglieder wollten angesichts der ungeklärten Fragen keine Beschlussempfehlung geben. Die öffentliche Sitzung findet ab 19.30 Uhr im Stadtverordnetensaal des Rathauses statt.

Klagen auf Kita-Platz - aber wie?

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Kommentare