Einmal rund um die Skulptur?

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Der Sauerkreisel aus der Luftperspektive. Die Mitte könnte bald ein Kunstwerk zieren.

Dieburg ‐   Vielleicht drehen künftig manche Autofahrer ein paar Zusatzrunden, um das neue Kunstwerk auch genau betrachten zu können? Nun, so weit ist es noch nicht, und ob der „Sauerkreisel" überhaupt einmal künstlerisch aufgepeppt wird, steht noch in den Sternen. Von Lisa Hager

Die Dieburger Traditionsfirma Sauer & Sohn jedenfalls hat schon vor einigen Jahren die Patenschaft für den Kreisel vor ihren Haustür übernommen und will sich für den Kreisverkehrsplatz als einem der Eingangstore der Stadt noch mehr einfallen lassen.

Jetzt hat das seit 1957 in Dieburg ansässige Präzisionswerk für Formen- und Motorentechnik - die Firma hat mittlerweile 120 Mitarbeiter - unter Studenten der Technischen Universität Darmstadt einen Ideenwettbewerb für eine Skulptur ausgerufen. Sie soll eventuell einmal die Mitte des Rondells zieren. Fünf Preise von 250 bis 1000 Euro wurden ausgesetzt. Die spätere Finanzierung des Werks will die Firma ebenfalls übernehmen.

„Es zählt die Qualität der Idee“

Unter Studenten der TU Darmstadt hat die Traditionsfirma einen Wettbewerb ausgelobt. Einige Entwürfe wurden bereits vorgestellt.

Allerdings - so heißt es von Firmenseite - hänge eine Realisierung hauptsächlich davon ab, ob auch entsprechend qualitativ und künstlerisch wertvolle Entwürfe eingingen. Die Preisvergabe ist auf den 15. April festgesetzt. Die Skulptur sollte in ersten Überlegungen die beiden Unternehmensbereiche der Firma ausdrücken. Vorgeschlagen war eine Ausarbeitung in Stahl und gelbem Sandstein (Muschelkalk). Inzwischen dürfen die Studenten - nach etlichen Ortsterminen und Gesprächen, an denen teilweise auch Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Landrat Klaus Peter Schellhaas teilnahmen - weitgehend frei arbeiten. Wichtig sei jetzt nur noch, dass die Skulptur aus freien Stücken heraus entwickelt werde und die Qualität durch Einfachheit entstehe. „Es zählt die Qualität der Idee, nicht die der Ausarbeitung“, heißt es bei Sauer & Sohn. Schließlich werden nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Firmenmitarbeiter und die Kunden die „Sauerskulptur“ - falls sie je errichtet wird - ständig vor Augen haben.

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