Live mitfiebern bei der Fußball-EM

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Wie bei den vergangenen Turnieren werden wieder Klein und Groß Jogis Jungs feiern.

Dieburg (jd) - Die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür. Trotz Hooligan-Drohungen aus Polen und politischen Unruhen in der Ukraine werden sich Millionen Fans in Deutschland die Freude am Auftritt von Joachim Löws Mannschaft nicht nehmen lassen.

Die deutsche Nationalelf ist am Samstag (9. Juni, 20. 45 Uhr) erstmals im Einsatz. Im ukrainischen Lwiw trifft sie auf Portugal. Spätestens dann nimmt auch das Public Viewing – das gemeinsame Schauen der Spiele im öffentlichen Raum – Fahrt auf. In Dieburg locken mehrere Angebote.

Das Zentrum des Public Viewings an der Gersprenz und womöglich im ganzen Umkreis wird auf dem Sportgelände des SC Hassia Dieburg zu finden sein. Der Verein hat gemeinsam mit seinen beiden Event-Chefs Armin Lortz und Daniel Petschkuhn Charmantes wie Gigantisches vor: An den zehn geplanten Terminen – sämtliche Spiele der Deutschen sowie alle Partien ab dem Viertelfinale gibt es live und in Farbe – erwartet der Sportclub insgesamt mehrere tausend Zuschauer. Zwei Dinge sollen das Public Viewing auf dem Sportgelände an der Alten Mainzer Landstraße von den Konkurrenzveranstaltungen abheben.

Echte Stadion-Atmosphäre

Einerseits wollen die Organisatoren für echte Stadion-Atmosphäre sorgen, indem die Videowand auf dem Hauptfeld und zur überdachten Haupttribüne gewandt platziert wird. Nur beim ersten Deutschland-Spiel am 9. Juni wird das anders sein: Dann weicht die Videowand bei der Public-Viewing-Premiere auf den ehemaligen Hartplatz des SC Hassia aus. Grund hierfür ist das Juniorenturnier am selben Tag. Einlass ist bereits um 17.30 Uhr, denn Fans können auch schon das Spiel der Niederlande gegen Dänemark um 18 Uhr live verfolgen. Besonderheit am 9. Juni: Jeder Fan, der zum SC Hassia kommt, kann sich später bei „Dieburg in Blau“ in der „Römerhalle“ gratis mit einem Sekt aufs Weiterfeiern einstimmen.

Der Hartplatz wird bestuhlt sein, bei den weiteren Public Viewings kann auf der Hassia-Tribüne und dem Rasen davor ebenfalls zwischen Steh- und Sitzplatz gewählt werden. Der Eintritt ist frei, es gelten lediglich zwei Euro Mindestverzehr. Wer sich den Eintritt für alle zehn Veranstaltungen sichert, bezahlt nur 15 statt 20 Euro. Geschaut wird auf einem Würfel mit einem sieben mal fünf Meter großen Bildschirm, der technisch höchsten Anforderungen entspricht und beste Bilder bei Tageslicht und untergehender Sonne bieten soll, „biggAIR“ heißt das Unternehmen, bei dem der SC Hassia die Videowand bestellt hat.

Ereignisreiche Wochen beim Sportclub

Es ist der Auftakt in ereignisreiche Wochen beim Sportclub, die neben Juniorenturnieren und Public Viewing auch das Testspiel gegen die Profis des SV Darmstadt 98 (20. Juni), ein großes Musik-Open-Air (30. Juni, separater Vorbericht folgt) und das Aktiven-Wochenturnier „Mercedes-Cup“ Anfang Juli bieten werden. Am Hassia-Areal soll diesmal auch der größte Dieburger Auto-Korso starten – anschließendes Lahmlegen der Kreisel ist letztlich wieder nicht auszuschließen.

Bei allen Events sammelt der SC Hassia die Erlöse nicht nur für die eigene Nachwuchsabteilung ein, sondern auch für die krebskranke Dieburgerin Ayleen Jelinek. „Uns liegt ja nicht nur der eigene Verein am Herzen, es gibt auch anderes und noch Wichtigeres“, betont Armin Lortz.

EM-Spiele in Dieburg

In kleinerem, aber gewiss ebenfalls feinem Maßstab kann man die EM-Spiele in Dieburg auch anderweitig verfolgen: Wer in der „Stoawäjer Stubb“ die EM-Spiele schauen möchte, kann sich dafür vorab Tickets kaufen, wobei im Preis auch Fanartikel, ein Bratwurst-Gutschein und ein Piccolo (für Frauen) oder ein kühles Bier (für Männer) enthalten sind. Im „PM“ laufen die Spiele auf Fernseher und Leinwand, zudem gibt es ein „EM-Bingo“, bei dem jeder Gast mit der Nummer auf seinem Glas ein Freigetränk gewinnen kann.

Das ist der Fall, wenn ein Spieler mit eben dieser Nummer ein Tor schießt, während man den Drink zu sich nimmt. Gezeigt werden die Fußballspiele auch bei „Da Angelina“ in der Steinstraße und im „Hopfensack“. Ebenso in „Ricardo’s Bar“, wo gemeinhin viele Fußballer einkehren, und andernorts in der Stadt sind Jogis Jungs Thema Nummer eins. Der ein oder andere Gastronom dürfte auch „Dieburg in Blau“ mit einem Public Viewing-Angebot verbinden.

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