Servicestelle zieht Ende März vorübergehend um

Energetische Sanierung des Finanzamts

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In strahlendem Gelb präsentiert sich das markante Gebäude des Dieburger Finanzamts in der Marienstraße. Ende März rücken die Gerüstbauer für die energetische Sanierung an.

Dieburg - Ins Finanzamt fließt ja einiges an Geld, aber 2,8 Millionen Euro auf einen Schlag.

Für diese Summe soll das Gebäude in der Marienstraße energetisch saniert werden, wie die Vorsteherin der Behörde, Pia Mangold, gestern mitteilte. Die Arbeiten beginnen demnach Ende März und sollen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Für die Bürger haben die Baumaßnahmen kaum Auswirkungen. Mangold zufolge ist unter anderem die Erneuerung der Fenster, die Dämmung der Außenfassade des Hofgebäudes und der obersten Geschossdecken sowie der Einbau einer modernen Heizungsanlage geplant.

„Der gewohnte Service der Finanzservicestelle, dem Anlaufpunkt für den persönlichen Kontakt von Bürgerinnen und Bürgern mit dem Finanzamt, wird auch während der Baumaßnahmen weitgehend ohne Einschränkungen aufrechterhalten werden“, teilte die Leiterin des Finanzamtes mit. Lediglich die sogenannte Finanzservicestelle werde ab Ende März für etwa zwei Monate in den im Hof des Finanzamts gelegenen Anbau (ebenfalls Marienstraße 19) verlegt. Gut sichtbare Beschilderungen sollen die Bürger auf den vorübergehend geänderten Standort hinweisen.

Die hessische Landesverwaltung habe sich Energieeffizienz und CO2-Neutralität zur Aufgabe gemacht. Mit dem Projekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“, dessen Federführung das Finanzministerium in Wiesbaden hat, werde „eine ambitionierte Strategie“ verfolgt, um bis zum Jahr 2030 eine klimaneutral arbeitende Verwaltung zu erreichen. In den drei Bereichen Gebäude, Beschaffung und Mobilität würden deshalb zahlreiche Maßnahmen zur Minimierung von CO2-Emissionen verfolgt. Ziel sei es, den Kohlendioxid-Ausstoß der hessischen Landesverwaltung so weit wie möglich zu reduzieren und unvermeidbare Emissionen vollständig zu kompensieren.

Seit der Eröffnungsbilanz zum Projekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“ im Jahr 2008 seien die Emissionen der Landesverwaltung um etwa die Hälfte verringert worden. Einen wichtigen Anteil daran habe das „CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm“ (COME). Damit würden vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) bewirtschaftete Liegenschaften energetisch saniert. 160 Millionen Euro lässt sich das Finanzministerium das Programm mit mehr als 90 Einzelprojekten kosten. Eines davon ist das Dieburger Finanzamt, für das 2,8 Millionen Euro in die Hand genommen werden.

Das Finanzamt ist nicht das einzige öffentliche Gebäude in Dieburg, das fit für die Zukunft gemacht wird. Seit Anfang Januar wird auch das Amtsgericht – für geplante 5,5 Millionen Euro – energetisch saniert. (re)

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