Entscheidung steht an

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Das Wohn- und Geschäftshaus Steinstraße 7 bis 9 (im Erdgeschoss befindet sich eine Eisdiele) ist der Stadt zum Kauf angeboten worden. Foto: Hager

Dieburg - Der Stadt ist das Wohn- und Geschäftshaus Steinstraße 7 bis 9 - darin befindet sich unter anderem die „Schloss-Galerie“ - zum Kauf angeboten worden. Damit könnte die Verwaltung weitere Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe zum Rathaus zentralisieren. Von Lisa Hager

Ein Makler bietet das vor 40 Jahren erbaute und 1998 komplett sanierte Eckensemble im Auftrag des Eigentümers, ebenfalls eine Immobilien GmbH, der Stadt provisionsfrei für rund zwei Millionen Euro an. Sachverständige haben den Wert auf rund 2,4 Millionen Euro geschätzt.

Das Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von rund 5 500 Quadratmetern, Die Vermietungsfläche beträgt 3 100 Quadratmeter. Die Fläche teilt sich in fünf Ladengeschäfte, fünf Büros und 14 Wohnungen in den oberen Stockwerken und 32 Stellplätze auf. Die Flächen sind momentan nur teilweise vermietet, innerhalb der „Schloss-Galerie“ stehen viele Geschäfte leer. Derzeit werden nach Angaben des Maklers rund 123.000 Euro Miete pro Jahr erzielt. Bei einer vollständigen Vermietung könnten sich seiner Meinung nach die Einnahmen verdoppeln.

Seniorentreff eine Option

Was genau könnte die Stadt mit diesem Gebäude anfangen? Die Verwaltung kann sich bereits verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vorstellen: Beispielsweise könnte der jetzt im Fuchsberg 25 untergebrachte Seniorentreff innenstadtnäher und in moderneren Räumen untergebracht werden. Die Immobilie am Fuchsberg könnte rund um die 600.000 Euro einbringen, wird geschätzt.

Zum anderen könnte auch die Stadtbibliothek in die Steinstraße ziehen. Die Mietkosten des jetzigen Standorts an der Goetheschule würden gegengerechnet.

Zudem kann man sich den Umzug der Ordnungspolizei von der Klosterstraße 2 in die Steinstraße vorstellen. Die alte Immobilie ließe sich laut Schätzung der Verwaltung für rund 130.000 Euro verkaufen. Außerdem könnte man Mietern sanierungsbedüftiger städtischer Wohnungen mittelfristig neue Räume anbieten. Die alten Wohnungen würden verkauft, der Erlös in den neuen Ankauf fließen.

Der Magistrat empfiehlt den Stadtverordneten, das Kaufangebot anzunehmen. Dafür müssten im Haushalt 2012 entsprechende Mittel eingeplant werden.

Das Thema steht am Montag (26.) auf der Tagesordnung der Sitzung der Stadtverordneten (Beginn um 19.30 Uhr im Rathaus).

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