Erlebnisbad für die Dreikäsehochs

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Architekt Martin Kloft, Leiterin Evi Heyl und Bürgermeister Dr. Werner Thomas besuchen die „Rasselbande“, eine Gruppe in den neuen Räumlichkeiten des Dreikäsehochs.

Dieburg ‐ Ein Erlebnisbad, Bullaugen und Durchreichen zwischen den einzelnen Gruppenräumen, ein Bewegungsraum und viele andere Elemente machen die neuen Räumlichkeiten des Dreikäsehochs nicht nur für die Kinder zum traumhaften Aufenthaltsort. Von Verena Scholze

Auch das Jugendamt lobt die neugestaltete Unterkunft als Referenzobjekt, das nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltet und bei dem die Erkenntnisse moderner Krippenpädagogik umgesetzt wurden. Seit Montag befindet sich die Kinderkrippe in ihren neuen Räumlichkeiten Am Bauhof 14 in Dieburg. Auf rund 600 Quadratmetern Fläche inklusive Nutzfläche haben die nunmehr 50 Kinder genügend Platz zum Toben, Spielen, Lernen und Erleben.

Nachdem die alten Räumlichkeiten in der Marienschule langsam zu eng wurden und man aus Platzgründen weichen musste, machte sich Leiterin Evi Heyl auf die Suche nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten für ihre Schützlinge. „Nachdem die Anmietung eines ersten Objektes nicht erfolgreich war, suchte ich weiter und wurde durch Zufall fündig“, blickt Heyl zurück. Das Gebäude am Bauhof stand leer und wartete sozusagen auf die neuen kleinen Bewohner. In enger Zusammenarbeit mit Martin Kloft von den Steinweg Architekten wurde das Gebäude von Beginn an auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt und umgebaut.

Wände wurden eingerissen, Decken erneuert

Nachdem der Bauantrag im September genehmigt wurde, konnte es losgehen: Wände wurden eingerissen und an anderer Stelle wieder hochgezogen, die Decken komplett erneuert, Bäder und Toiletten eingebaut und das ganze Gebäude gemäß den Brandschutzbedingungen hergerichtet. Die Steinweg Architekten standen Heyl auch bei den Behördengängen zur Seite. „Es war eine tolle Zusammenarbeit und sehr gute Kooperation“, blicken Heyl und Kloft zufrieden zurück.

Kindgerechtes Bauen war ein spannendes Thema für uns“, erzählt Kloft. Der Architekt und die Leiterin tauschten sich aus, welche Bedürfnisse so ein Dreikäsehoch im Alltag hat. So wurden neben den Elementen wie freundliche Farbgestaltung und kindgerechte Toilettenhöhe auch Elemente wie Deckenhaken für Schaukeln eingebaut. In den Bädern wurde auf Waschrinnen Wert gelegt, damit die Kleinen sich dem Element Wasser besonders zuwenden können. So erfolgte auch der Einbau eines „Erlebnisbades“, in dem die Kinder sich ganz dem Wasserplanschen widmen können.

Neue Außenanlage wird im Frühjahr gestaltet

Jede der vier Gruppen ist mit Bullaugen in den Türen versehen und in den Wänden gibt es Durchreichen und Schlitze, um zwischen den Gruppen den Kontakt zu fördern. Für den Stuhlkreis steht in jeder Gruppe viel Platz in der Mitte zur Verfügung. Die Kinderkrippe verfügt nun endlich über einen großen Bewegungsraum, in dem Elemente und Material von der Pädagogin Emmi Pickler zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas, der sich zur Eröffnung eingefunden hatte, zeigte sich begeistert. „Ich freue mich, dass dieser Schritt des Umzuges gewagt und mutig nach vorne geblickt wurde“, so Thomas. Neben den Landeszuschüssen erfolgte seitens der Stadt Dieburg eine großzügige Finanzierung. „Die Stadt muss Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen und die Notwendigkeit war gegeben“, sagte Thomas. „Daher war eine schnelle Entscheidung nötig“.

Durch die größeren Räumlichkeiten können im Dreikäsehoch nun auch mehr Kinder betreut werden. 50 Kinder können hier spielen und lernen. Es wurden zwei Ganztagesgruppen gebildet und 14 Betreuer inklusive der Vertretungen stehen zur Verfügung. Im kommenden Frühjahr soll die Außenanlage gestaltet werden. Auch hier soll die Planung unter Miteinbeziehung der Eltern wieder mit dem bereits erprobten Team von Leiterin Heyl und Steinweg Architekten erfolgen.

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