Kita St. Martin

Erst Neubau, dann Abriss

+
Dieses Computerbild zeigt die Ansicht der möglichen neuen Kita St. Martin vom Südosten aus.

Dieburg - Den Stadtverordneten hat Architekt Marc Hiltrop jetzt Pläne für den Neubau der Kita St. Martin vorgestellt. Sollte das Parlament dem Konzept zustimmen, könnte der Hort bis Ende 2013 fertig sein. Von Lisa Hager

Bevor er sein detailliertes Konzept präsentieren konnte, hatte das Parlament in dessen Abwesenheit einstimmig den Magistratsvorschlag angenommen, mit dem Planer einen Architektenvertrag abzuschließen. Diese Formalie war laut Gemeindeordnung nötig, da Hiltrop selbst dem Parlament angehört.

Danach präsentierte der Architekt eine Planung, die nicht nur die bisherigen drei Gruppen für 75 Kinder ab drei Jahren („Ü 3“) beinhaltet, sondern auch dem neuen Bedarf an Plätzen für Kleinkindern genüge leistet. Demnach ist eine Erweiterung um zwei Gruppen für ingesamt 20 Kinder unter drei Jahren („U 3“) vorgesehen.

Trakt rückt an die Nachbargrundstücke

Die neue Kindertagesstätte St. Martin wird die Stadt auf dem bisherigen Gelände errichten. Betreiber bleibt die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Einer Sanierung des alten Gebäudes aus den Sechziger Jahren war in den vorherigen Debatten im Parlament eine Absage erteilt worden. Den baulichen Mängeln – vor allem beim Brandschutz herrschen Defizite – ist nach Expertenmeinung durch einen Neubau am besten abzuhelfen.

Die künftige zweistöckige Anlage wird in Holzrahmenbauweise errichtet und bekommt einen neuen Eingangsbereich, der künftig an der Pater-Delp-Straße liegt. Das eigentliche Gebäude entsteht auf dem jetzigen Freigelände und wird nach Westen verschoben. Problematisch ist der Fakt, dass der neue Trakt südlich und westlich nahe an die Nachbargrundstücke rückt und den Drei-Meter-Mindestabstand unterschreitet. Da die Zustimmung der Nachbarn erforderlich ist, gibt es laut Hiltrop bereits einen Gesprächstermin.

Neue Außenanlage

Die neue erweiterte Kita soll eine Pelletsheizung und eine Photovoltaikanlage bekommen. Erst wenn der Neubau bezogen ist, wird der Altbau abgerissen. Auf dessen Grundfläche entsteht dann die neue Außenanlage mit den Spielgeräten.

Über die Details und Kosten der Planung werden die Stadtverordneten am kommenden Donnerstag, 6. September, im Haupt- und Finanzausschuss (Beginn 19.30 Uhr im Rathaus) beraten.

Bislang fließen für die rund zwei Millionen Euro (brutto) teure Kita noch keine Zuschüsse des Landes, das die Errichtung von U 3-Plätzen prinzipiell fördert. Allerdings kann ein Zuschussantrag auch erst eingereicht werden, wenn eine baureife Planung vorliegt..

Gertrud Meyer-Sauerwein (SPD) stellte zu diesem Thema vor der Präsentation der Planung einen Antrag, in dem sie kritisch die Angabe einer „Zeitschiene“ aller bisherigen Gespräche und Verhandlungen um den Kita-Neubau samt Zuschuss-Frage forderte. Es gehe nicht um Schuldzuweisung, betonte sie, sondern um künftige Vermeidung von Fehlern. Der Antrag wurde mit acht Stimmen aus der SPD-Fraktion angenommen. Die anderen Stadtverordneten gaben kein Votum ab.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare