Ausschuss des Kreistags spricht sich für neue Schülerzahl an der ADS aus

Erst bei 750 soll Schluss sein

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Bis zu 750 Schüler werden wohl auch künftig an der ADS lernen können. Der Schulausschuss des Landkreises sprach sich am Donnerstag für die Deckelung bei dieser Gesamtschülerzahl aus.

Dieburg/Darmstadt (jd) ‐ Zufrieden verließ Renate Stiebing am Donnerstagnachmittag den Kreistagssitzungssaal in Darmstadt-Kranichstein.

Mit Wohlwollen hatte die Schulleiterin der Alfred-Delp-Schule (ADS) vernommen, was zuvor der Kreisausschuss für Schule, Kultur und Sport hinsichtlich der zukünftigen Schülerzahl der ADS geäußert hatte. Quintessenz: Im Schulentwicklungsplan dürfte es zu einer Deckelung der Gesamtschülerzahl auf 750 kommen. Diesen Beschlussvorschlag machten SPD und Grüne. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Kreistag ist davon auszugehen, dass die Zahl in der Kreistagssitzung am 13. Dezember so beschlossen wird. Die CDU hatte sich wie die FDP komplett gegen eine Begrenzung der Schülerzahl an der ADS ausgesprochen.

Ursprünglich hatte Schuldezernent Christel Fleischmann für den Schulentwicklungsplan eine Jahrgangsstärke von 225 Schülern befürwortet (der DA berichtete). Im Ausschuss konnte er sich wie seine Fraktion, die Grünen, dann doch mit der höheren Zahl anfreunden. „750 Schüler sind in Ordnung“, meinte Stiebing, die aus Qualitätsgründen ohnehin nicht prinzipiell gegen eine Deckelung war, nach der Ausschusssitzung. Im kommenden Jahr wird die ADS wegen des Doppeljahrgangs G8 und G9 ausnahmsweise rund 400 Schüler aufnehmen und dann drei Jahre lang 1000 Schüler haben. Danach erst kommt die Begrenzung auf 750 zum Tragen. Diese Zahl hat dreifach Gutes aus Sicht des Schulstandorts Dieburg: Erstens kann die ADS so alle Interessenten aus den Verbundschulen – Goetheschule Dieburg, Aue-Schule Münster und Albert-Schweitzer-Schule Groß-Zimmern – aufnehmen und hat noch ein paar weitere Plätze frei, um Schüler aus anderen Orten des Ostkreises aufzunehmen. Zweitens kann das vielfältige Kursangebot, das ein wichtiger Erfolgsfaktor der ADS ist, beibehalten werden. Der dritte Grund, wieso die Zahl von 750 Schülern wichtig ist für die ADS: Seit Jahren schon soll die ADS umgebaut werden. Bei einer Zahl von deutlich unter 700 Schülern sei sich Stiebing aber nicht sicher, ob der Umbau dann noch die gleiche Priorität gehabt hätte und nicht immer weiter verschoben worden wäre. „Bei 750 Schülern muss jedoch umgebaut werden“, so Stiebing. Schließlich könne nicht ewig ein Teil der Schüler in Containern unterrichtet werden. Derzeit stehen schon zehn Container da, bis zum Beginn des nächsten Schuljahres müssen wegen des Doppeljahrgangs weitere zehn her.

Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hatte derweil so viele Zuschauer wie selten: Rund 80 Schüler der ADS verfolgten die Debatte. Sie überreichten Fleischmann 400 Unterschriften gegen eine Deckelung bei 225 Schülern pro Jahrgang.

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