Exponate für Multiplikatoren

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Jürgen Weiss mit einer Miniausstattung einer Solaranlage aus dem Zentrum für regenerative Energietechnik.

Dieburg ‐ Sogar die Beleuchtung des Ausstellungsraums ist energiesparend eingerichtet: Insgesamt reihen sich zwei LED Lichtbänder um sechs Kaltkathodenleuchten und acht superhelle LEDs. Damit ist diese Form der Lichterzeugung drei- bis achtmal effizienter als etwa herkömmliche Glühbirnen. Von Dirk Beutel

Sinnvoller, effizienter Umgang mit Energie, erneuerbare Alternativen und das Bewusstsein, dass unser Planet lediglich ein endliches Kontingent an Ressourcen besitzt – auf diese Inhalte zielt das neue Zentrum für regenerative Energietechnik im Werkstattgebäude der Landrat-Gruber-Schule. Doch bei den Exponaten, die über diesen zukunftsweisenden Themenbereich informieren, handelt es sich nicht um totes Inventar hinter einer Glaswand. Die Ausstellungsstücke werden im Unterricht für die rund 2 200 Schüler praxisnah eingesetzt.

Bereits seit zehn Jahren existiert die Idee eines solchen Informationszentrums im Kopf von Initiatior und Projektleiter Jürgen Weiss. Als seinerzeit Dieter Staudt Schulleiter wurde, überfiel ihn der Pädagoge mit einem entsprechenden Konzept, das nun nach so langer Planungsphase den ersten Teilabschnitt hinter sich gebracht hat. Dazu gehörte auch die Anschaffung zweier Softwareprogramme, die für theoretische Arbeiten mit Photovoltaik- und Solarthermischen Anlagen am Objekt dienen. In naher Zukunft sollen zwei Touchscreen-Monitore die Bandbreite der Informationsvermittlung erweitern. Der Darmstädter Energieversorger HSE unterstützt das Zentrum mit einer Spende von 5 000 Euro.

Energiethema fließt in traditionelle Unterrichtsfächer

Zudem wurde auch der Flur, der zu dem verglasten Raum führt, mit 17 Schautafeln, die verschiedene Energie-Themen aufzeigen, entsprechend gestaltet. Die Inhalte wurden von den Berufsschülern selbst erarbeitet. Ebenso wie einige der Ausstellungsstücke, die in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Lehrer Wilhelm Neff hergestellt wurden. Ein anderer Teil wurde billig erworben oder vom Förderverein gespendet. Sowohl die Tafeln, als auch die Exponate sollen fortwährend ergänzt werden. Weitere zehn Themenbereiche stehen bereits auf Weiss´ Liste.

Durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für eine effizientere Energieversorgung, werden unsere Berufsschüler nicht nur fachlich ausgebildet, sondern auch zu Multiplikatoren, wenn sie das erlernte Energieverständnis in der Praxis umsetzen“, erklärt Jürgen Weiss. Schon jetzt werden traditionelle Fächer wie etwa Mathematik, Physik und Politik mit dem Thema Energieeffizienz ergänzt. „Nur qualifizierte Fachleute und energiebewusste Verbraucher können das neue Denken in der Energieversorgung in die Tat umsetzen“, ergänzt Jürgen Hein-Benz, Leiter der HSE-Konzernkommunikation.

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