Landkreis bekommt ein Radverkehrskonzept

Mit dem Fahrrad in die Zukunft

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Der noch nicht ganz fertiggestellte Radweg von Groß-Zimmern nach Gundernhausen (rechts im Bild) wird auch in das Konzept aufgenommen.

Darmstadt-Dieburg - Der Landkreis Darmstadt-Dieburg möchte den Radverkehr fördern. Deshalb wurde die Erarbeitung eines Konzepts beauftragt.

Zusammen mit dem auf Radverkehr spezialisierten Planungsbüro Radverkehr-Konzept (RV-K) aus Frankfurt wird eine Grundlage für die Planung der nächsten Jahre erarbeitet. Vor allem Alltagsradverbindungen zwischen den Städten und Gemeinden des Landkreises und die Verbindungen nach Darmstadt sowie in die benachbarten Landkreise sollen verbessert werden. In Groß-Zimmern zählt dazu etwa die neue Verbindung an der Darmstädter Straße nach Gundernhausen.

Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen auf dem Weg zur Arbeit und im Alltag auf das Fahrrad steigen und dabei komfortabel, zügig und sicher ans Ziel kommen. Derzeit sind die Radverkehrsplaner mit dem Fahrrad im Landkreis unterwegs, um Gefahrenstellen und Netzlücken zu dokumentieren. Ergebnis des auf etwa ein Jahr angelegten Projekts wird ein flächendeckendes und attraktives Zielnetz „Radverkehr 2030“ sowie ein Maßnahmenkatalog zu dessen Erreichung sein. Im Projektverlauf wird es auch eine enge Abstimmung mit den Kommunen und Behörden geben.

Bei der Erstellung des Radverkehrskonzepts setzt der Landkreis zudem auf das Mitwirken der Bürger. „Als Nutzer wissen Sie am besten, wo Gefahrenstellen für den Radverkehr liegen, wo es schlecht zu befahrende Streckenabschnitte gibt und wo geeignete Radverbindungen komplett fehlen. Dafür wurde eigens die Internetplattform radforum-ladadi.de eingerichtet“, erläutert Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Bis zum 28. Februar können mangelhafte oder fehlende Verbindungen sowie Gefahrenstellen in eine interaktive Karte eingezeichnet und kommentiert werden. Die Meldungen fließen direkt in den Planungsprozess mit ein. Im Herbst sollen die bis dahin abgestimmten Vorschläge zur Verbesserung der Radfahrbedingungen sowie ein erläuternder Abschlussbericht vorliegen. Die Ergebnisse sind im Internet für alle abzurufen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll anschließend beginnen und ist auf einen Zeithorizont von 15 Jahren angelegt. (eha)

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