Neue Hinweise zum "falschen Opa"

Arbeitsgruppe "Opa" eingerichtet

+
So sieht der "falsche Opa" laut Phantombild aus.

Dieburg - Nachdem das Polizeipräsidium das Phantombild des "falschen Opas" herausgegeben hat und zudem bekannt geworden ist, dass der Unbekannte auch an einem Dieburger Kindergarten unterwegs war, sind zahlreiche Hinweise eingegangen.

Eine heiße Spur kann man es noch nicht nennen, jedoch gehen im Polizeipräsidium Südhessen täglich neue Hinweise ein, die den "falschen Opa" betreffen. Der Unbekannte, der in Schaafheim, Babenhausen und zuletzt auch in Dieburg vor Kindergärten gesehen worden war, hält die Ermittler auf Hochtouren.

Aufgrund der Vielzahl von Hinweisen wurde bei der Kriminalpolizei in Darmstadt  nun die Arbeitsgruppe "Opa" eingerichtet, die sich ausschließlich mit der Klärung des Falls befasst. Mehrere Beamte sind mit den Ermittlungen betraut. Unter anderem wird jeder einzelne Hinweis bewertet und eine Vielzahl von Personen überprüft.

Polizei sucht weitere Zeugen

 Die Beamten suchen weiterhin Zeugen, die Hinweise zur Identität des gesuchten Mannes geben können. Dabei appelliert die Polizei besonders an die Dieburger Bevölkerung: Es werden Personen gesucht, die sich am 8. Juli in der Odenwaldstraße in Dieburg aufgehalten haben und verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Dort soll der Unbekannte gezielt ein Kind angesprochen haben und versucht haben, es unrechtmäßig abzuholen. Wer einen derartigen Vorgang bemerkt hat, soll sich unter der Rufnummer 06151/9690 melden. Das gleiche gilt für Personen, die den Verdächtigen in Schaafheim in der Wilhelmstraße gesehen haben.

Neben den Ermittlungen steht die Polizei auch im Dialog mit den Betroffenen. Zahlreiche besorgte Bürger sowie Kindergärten hatten sich bei der Polizei gemeldet und um Verhaltenshinweise gebeten. Für besorgte Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie für die Kinder hat das Polizeipräsidium Südhessen nun eine Handlungsempfehlung erstellt. Darin sind nützliche Hinweise für alle Betroffenen enthalten.

Verhaltenstipps für Eltern und Kinder

Besonders geht es darum, Kinder darauf vorzubereiten, wie sie reagieren sollen, wenn sie von Unbekannten angesprochen werden. Zuerst muss das Kind ganz klar wissen, wer sie vom Kindergarten abholen darf und bei wem es ins Auto einsteigen kann. Ebenso wichtig ist es, dem Kind beizubringen, dass es auch gegenüber Erwachsenen "nein" sagen darf. Nur so kann es sich trauen, auch gegenüber Fremden seine Meinung zu äußern. Generell gilt: Fremde Personen, die sich gezielt an Kinder wenden, sollten sofort an Erwachsene verwiesen werden. Das Kind muss wissen, dass es sich immer an den nächsten Erziehungsberechtigten wenden kann, wenn ihm etwas komisch vorkommt. Den Mitarbeitern in Kindergarten/Hort oder ähnlichen Einrichtungen gibt es mehr Sicherheit, wenn sie ein Lichtbild von den Personen haben, die dazu berechtigt sind, die Kinder abzuholen. Nur so können sie den Überblick behalten, wer für die Kleinen verantwortlich ist und wer nicht. Alle Tipps gibt es ausführlich hier.

chi

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion