Farbenfrohes Zeichnen auf virtueller Fläche

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Die Malanwendung im Einsatz auf der Leinwand.

Dieburg - Dieser Kolibri fliegt nicht und schreibt sich auch etwas anders: „Colibrii“ ist eine elektronische Malanwendung, preisgekrönt und ein weiterer Beweis dafür, dass am Campus Dieburg von klugen und kreativen Studentenköpfen manch Tolles ertüftelt wird. Von Jens Dörr

„Die Anwendung wird durch die Bewegungssensoren der Nintendo WiiMote bedient“,erklärt Florian Werndl. Der junge Mann ist Student am Campus Dieburg, belegt dort den Studiengang Media System Design und hat Programm und Hardware gemeinsam mit sechs Kommilitonen entwickelt.

„Durch aktive Bewegungen im realen Raum entstehen dreidimensionale Zeichnungen im virtuellen Raum“,erläutert Werndl. „Die Lichtbilder werden vektorisiert und dreidimensional gespeichert. Dann sind sie im virtuellen Raum frei drehbar.“

Beim ersten Ausprobieren gestaltet sich das zunächst genauso kompliziert, wie es sich anhört. Doch schon nach einer Minute des Probierens gelingen die ersten einfachen Zeichnungen.

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In Dieburg befindet sich ein weiterer Campus, der vor allem den wirtschafts- und informationswissenschaftlichen Studiengängen und den Medien Raum gegeben hat. Fast 2000 Studierende lernen dort in modernen Hörsälen und Laboren.

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Auch das Einfärben mittels Drehungen der Fernbedienung klappt danach schon recht ordentlich. Geübte Anwender wie die Studenten zaubern dagegen schnell sehenswerte Darstellungen auf die Leinwand - ruckzuck sind die auch wieder gelöscht und die virtuelle Fläche wieder zum Bemalen frei.

Programmierung und technische Umsetzung nahmen bei dem siebenköpfigen Team ein Semester in Anspruch, sagt Werndl. Nun soll „Colibrii“ - so farbenfroh wie der Vogel sind auch die Zeichnungen - vermarktet werden.

Vor allem Unternehmen, die häufig auf Messen vertreten sind und den Kunden kreative Abwechslung vom Messe-Stress bieten wollen, haben die Studenten als Abnehmer ihrer Anwendung im Blick. Erste Interessenten ließen sich auf der Hochschul-Leistungsschau „Mediale“ Mitte Januar bereits blicken. Eine wertvolle Empfehlung von wichtiger Seite haben die „Colibrii“-Entwickler schon erhalten: Der Deutsche Multimedia Kongress(DMMK) zeichnete die Dieburger Studenten Ende 2008 mit dem zweiten Platz beim „Young Talent Award“ aus.

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