Äla aus tausenden Kehlen

Fastnachtsumzug in der Narrenhochburg lockt rund 50.000 Menschen an

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Schön kostümiert und bester Laune: die Hobbel-Dobbel-Bobbler waren eine von 78 Fußgruppen, die bei der bunten Narrenparade mitmachten.

Dieburg - So ganz ohne Wetterkapriolen ging es auch beim 69. Fastnachtszug nicht zu. Dennoch freuten sich die rund 50.000 Zuschauer am Straßenrand über die Narrenparade, nachdem sie 2016 wegen eines angekündigten Sturms abgesagt wurde. Von Stefan Scharkopf

Regen, mal leichter, mal etwas stärker, begleitete den Fastnachtszug am Dienstag, doch was ein echter Narr ist, den ficht das nicht an. So sahen die Fastnachtsfans aus heimischen Gefilden und der Region einen bunten, fröhlichen Lindwurm mit rund 3 000 Akteuren und 111 Nummern durch die Gassen ziehen. 78 Fußgruppen machten sich auf den etwa vier Kilometer langen Weg, gewandet in die für Dieburg typischen, prächtigen und überaus fantasievollen Gewänder. Seien es die Hax´nknacker im süßen Candydress mit großen rot-weißen Lutschern, die Bouzemänner als Waldgeister, die Abe Migge als Frösche und die vielen anderen, die unterwegs waren: Sie beweisen stets Liebe zum Detail. Einige Gruppen konnten auch närrische Jubiläen feiern: Die Huppdolle waren zum 22. Mal dabei, die Krummtrährer zum 33., die Schlümpfe und die Kreizverrenker zum 44., die Pitschedippler zum 55. und die Knallköpp zum 66. Mal.

„80 Prozent derjenigen, mit denen ich gesprochen habe, gaben mir ein sehr positives Feedback“, zog Zugmarschall Thomas Lewis im Nachgang zum Umzug ein erstes Resümee. „Wenn beispielsweise unsere Gäste vom FVCA Eppertshausen sagen, dass es die beste Idee von ihnen war, beim Fastnachtszug in Dieburg mitzulaufen, dann müssen wir vieles richtig gemacht haben.“ So fiel es Lewis auch leicht, allen Akteuren ein dickes Lob auszusprechen. Besonders habe ihm die Disziplin gefallen, mit der sich die organisierte Narrenschar durch die Innenstadt von Dieburg bewegte.

Zwar gab es hier und da mal einen kurzen Stopp, doch konnte das den Fluss kaum behindern. Zur guten Stimmung trugen natürlich auch die Musikzüge bei. Für die kleinen Zuschauer ist der närrische Lindwurm ohnehin immer ein Fest. Teils mit großen Tüten unter dem Arm fieberten sie dem Beginn um 13.33 Uhr entgegen, um sich die Behältnisse mit möglichst viel Gutsjen zu füllen.

Bunter Fastnachtsumzug durch Dieburg: Bilder

Wegen der vielen Baustellen, mit denen sich die Dieburger derzeit herumzuschlagen haben, nahm der Fastnachtszug – wie auch bereits zuvor der Kinderumzug – einen anderen Weg. Diesmal war auch die Zuckerstraße ein Teil des Umzugs – mithin ein Nadelöhr. Doch wie Thomas Lewis sagte, lief es auch auf diesem Teilstück ohne Probleme ab. Und es war sogar komfortabler als beim Kinderumzug. Denn: Bei der Narrenparade der Erwachsenen sind mehr große Wagen am Start, die Mädels und Jungs können sich also zum Gucken und Sammeln von Süßem sich nicht wo weit vorwagen. „In der Zuckerstraße war es eben eine typische Schlangenbewegung“, so Lewis.

Über allem strahlten die Tollitäten, weit vorne das Kinderprinzenpaar Ben I. (Ben Hertkorn) und Lilli-Sophie I. (Lilli-Sophie Ries) sowie – wie üblich vor dem Aschermittwochskater – Prinzessin Kaja  I. (Kaja Euler) und Prinz Günter II. (Günter Hüttig).

Bunter Fastnachtsumzug durch Dieburg: Bilder Teil 2

Quelle: op-online.de

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