Paukenschlag beim Karnevalverein

Fastnachtszug live im Fernsehen

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Der große Dieburger Fastnachtsumzug – hier ein Foto von der Choreografie der Stoppelhoppser 2018 – schlängelt sich am 5. März nicht nur durch die Straßen der Gersprenzstadt, sondern auch live durchs Programm des Hessenfernsehens.

Dieburg - Die Gruppen müssen sich in diesem Jahr besonders hübsch machen: Der Umzug wird live im Fernsehen übertragen. Für die Äla-Nacht gibt es erneut ein neues Konzept. Die Untersuchungen zu dem Todesfall 2018 sind eingestellt. Von Jens Dörr

Der Karnevalverein Dieburg (KVD) sorgt eine Woche vor der ersten Fastnachtssitzung für einen echten Paukenschlag: Das närrische Schwergewicht, größter Verein im Bund Deutscher Karneval, darf seinen Umzug am Fastnachtsdienstag (5. März) in voller Länge live im Hessen-Fernsehen präsentieren.
Wenn sich die traditionell 111 Nummern des großen Dieburger Fastnachtsumzugs in diesem Jahr durch die Stadt schlängeln, werden nicht „nur“ zehntausende Narren am Straßenrand mit von der Partie sein. Potenziell hunderttausende Freunde der fünften Jahreszeit haben die Gelegenheit, das Spektakel im TV-Programm sowie auf HR-Online mitzuverfolgen.

Laut KVD-Präsident Günter Hüttig fanden die ersten Sondierungsgespräche zwischen dem Hessischen Rundfunk und dem Verein bereits vor anderthalb Jahren statt. „Vor einem Dreivierteljahr wurde es immer konkreter.“ Nun haben beide Seiten fest vereinbart, dass der Umzug live und in voller Länge über die Bildschirme flimmern wird – eine enorme Chance, die Dieburger Fastnacht besonders außerhalb der Region noch bekannter zu machen.

Den Tanz auf der Römerhallen-Bühne wird es bei der „Äla-Nacht“ nicht mehr geben. Vielmehr darf das Tanzbein dann vor der Bühne geschwungen werden.

Ein Sprung nach vorn soll in diesem Jahr auch der „Äla-Nacht“ gelingen. Dies betrifft nicht in erster Linie den Zuspruch, denn die Zahl der Veranstaltungsbesucher (stets im hohen dreistellige Bereich) in der Römerhalle war in den vergangenen Jahren noch immer stattlich. Allerdings gab es regelmäßig Anregungen, wie der einst in Fachhochschul-Mensa sowie Gutenberghalle ausgetragene Mix aus Ball und Party noch attraktiver werden könnte.

Dies war auch nach der Auflage 2018 der Fall, vom schlimmen Vorfall einmal abgesehen. Zwar begrüßten einige Besucher die Gelegenheit, in längeren Tanzrunden das Bein schwingen zu können. Ob des begrenzten Platzes auf der Tanzfläche (damals auf der Bühne) hing während dieser Phase der Großteil der Gäste – trotz des Angebots eines „Rückzugsorts“ in der „Sternenbar“ im Römerhallen-Restaurant – aber etwas in der Luft.

Dieburg feiert die Äla-Nacht: Bilder

Entsprechend gibt es Änderungen: Als Musikgruppe wurde die Sitzungskapelle Mike-Nail-Band verpflichtet, getanzt wird in diesem Jahr nur noch vor statt auf der Bühne. Auf der Römerhallen-Bühne selbst wird im hinteren Teil mittig die Band platziert, davor ist ein Musik- und Tanzprogramm mit KVD-Kräften sowie eigenen Künstlern geplant. Letzte Verträge werden derzeit noch unterschrieben. „Im Saal soll Ballcharakter herrschen“, sagt Hüttig, „wir wollen es insgesamt wieder hinbekommen, dass man auf der ,Äla-Nacht’ wie einst in der FH-Mensa unterschiedliche Atmosphären schnuppern kann.“ Zentrale Maßnahme dafür ist, dass die „Sternenbar“ vom Restaurant ins Foyer der Halle verlegt wird und die dortige Party besonders das jüngere Publikum froh machen soll. In der FH-Mensa wurden im Erdgeschoss früher fulminante Feten zu Live-Musik gefeiert, während es eine Etage höher etwas gediegener zuging. Die Infos zum Ticketverkauf will der KVD in Kürze vermelden.

Veranstalter der „Äla-Nacht“ bleibt unterdessen nicht der Hauptverein selbst, sondern der Förderverein unter dem Vorsitz von Ex-Präsident Wolfgang Dörr.

Quelle: op-online.de

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