Hofballett tritt gleich dreimal auf

40 Jahre mitreißender Showtanz

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Gleich dreimal steht in diesem Jahr das Hofballett auf der Bühne der KVD-Sitzung. Einmal verstärkt es sich dazu mit vier Sängern und Tänzerinnen von einst.

Dieburg - Dass das Hofballett des Karnevalvereins Dieburg (KVD) auf den diesjährigen Sitzungen gleich drei- statt wie üblich zweimal über die Bühne wirbelt, hat seinen runden Grund: Die Tanzgruppe, derzeit trainiert von Svenja Fink und Katrin Kern, feiert offiziell ihr 40-jähriges Bestehen. Von Jens Dörr

Im Grunde ist das Hofballett sogar noch älter. .

„Die Gründungsteilnehmer des Hofballetts entstammen eigentlich aus dem davor existierenden Ballett des Turnvereins aus den 60er-Jahren”, blickt Birgit Enders zurück, die damals zu den ersten Tänzerinnen gehörte. „Unter der Leitung von Rita Pupak nannte sich diese Gruppe ,TuPuKa’s’, was für ,Turnverein-Pupak-Karnevalverein’ stand. Auch die Tänzerinnen der damaligen Prinzengarde sind unter der gleichen Trainerin hervorgegangen.” Erst durch die Übergabe 1978 an Enders (vormals Schaub) wurde diese Gruppe eigens für den KVD zuständig und somit offiziell zum Hofballett umbenannt.

Mehrere Tänzerinnen aus der Gründungszeit stehen deshalb in dieser Kampagne und letztmals am Samstagabend auf der Bühne. „Die Idee mit dem Tanzmedley der einstigen und aktuellen Tänzerinnen auf die Dieburger Fastnachtslieder hatten Katrin und ich“, erzählt Svenja Fink.

Bei Sitzungspräsident Bernd Wolfenstädter stießen sie mit ihrer Idee, nach der Pause einen dritten Hofballett-Tanz zu platzieren und diesen mit dem Live-Gesang von Kira Resch-Zirbach, Leonie Freudl, Stefan Mann und Andreas Zimber zu veredeln, auf offene Ohren. „Alle Sänger waren sofort begeistert dabei! Neben Bernd haben uns auch noch Jürgen Schaarvogel, Friedel Enders und Manfred Müller unterstützt. Die Tänze haben sich Katrin und ich mit Unterstützung meiner Schwester Annika, Heike Kern und Birgit Enders ausgedacht.“ Weitere wichtige Helfer sind die Kostümverantwortlichen Claudia Poth-Joos sowie Regina Busch, Elke Fink und Klaus Gottwald.

Mit einem besonderen Einfall begeht das KVD-Hofballett also das Jubiläum. Davon unabhängig ist die Gruppe in diesem Jahr etwas kleiner geworden. „Wir haben allerdings auch keine öffentliche Suche gestartet“, sagt Svenja Fink. „Normalerweise nehmen wir bevorzugt die Mädels aus den eigenen Reihen, also aus dem Jugendballett, auf, und dann schalten wir noch zusätzlich eine Anzeige in der Zeitung und auf Facebook für unser Vortanzen.“ Man hoffe, dass in diesem Jahr wieder einige neue Tänzerinnen hinzustoßen würden.

Für männliche Tänzer, die das Hofballett derzeit nicht hat, sei man ebenfalls weiter offen: „Leider gibt es nicht so die Nachfrage dazu.“ Dieses Jahr tanzt Stefan Mann mit, was laut Fink aber eine einmalige Sache bleiben dürfte. „Die Männer sind momentan eher in der Prinzengarde vertreten. Wobei auch wir mit Männern tanzen würden, wenn sie bei uns mittanzen möchten“, fügt sie augenzwinkernd hinzu.

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Ob die Herren der Schöpfung das stressige Programm gerade dieses Jahres so einfach packen würden, steht noch auf einem anderen Blatt. „Es ist schon anstrengend und aufwändig“, gibt Fink zu. „Wir müssen uns umschminken – und allein für den Jubiläumstanz müssen 31 Mädels geschminkt werden. Aber es macht natürlich riesig viel Spaß. Wir sind eine super Truppe und arbeiten im Keller der Römerhalle Hand in Hand mit einer Schminkstraße.“ Die Vorbereitung dieser Kampagne habe natürlich auch an das Trainer-Duo noch größere Herausforderungen als sonst gestellt.

Der Ansatz blieb und bleibt derweil derselbe, sagt Svenja Fink: „Unser großes Ziel ist es, das Publikum mitzureißen und zu begeistern. Wir sind eine Showtanz-Gruppe und möchten dementsprechend auch eine Show auf der Bühne zeigen. Es soll möglicht vielen Zuschauen gefallen und die Sitzung auflockern sowie das Publikum aufheizen.“

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