Zugmarschall informiert

Fastnachtsumzug durch Fußgängerzone

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Muss für 2017 erneut umplanen: Thomas Lewis, für den KVD ehrenamtlich als Zugmarschall tätig.

Dieburg - Die Stadt Dieburg und der Karnevalverein haben sich bei einem Treffen am Montag über die Route des Fastnachtsumzugs 2017 verständigt. Dabei gibt es eine unerwartete Neuerung, die im Zusammenhang mit dem Kreiselbau an der „Spieß-Kreuzung“ steht.

Denn jene Zuschauer, die das 111-Nummern-Spektakel mit alljährlich mehr als 3 000 Teilnehmern bislang im Ringstraßen-Stück zwischen Groß-Umstädter Straße und Aschaffenburger Straße verfolgten sowie in der Aschaffenburger Straße selbst das Treiben verfolgten, müssen sich im kommenden Jahr einen neuen Platz zum „Äla“-Rufen suchen. Durch diese Teilstücke, die bislang fest zum Zugweg am Fastnachtsdienstag gehörten, werden sich die Narren 2017 nämlich nicht schlängeln.

Dies sollte trotz der Baustelle an der „Spieß-Kreuzung“ noch vor wenigen Wochen der Fall sein (wir berichteten). Nun drohten aber Verzögerungen, wie in Thomas Lewis der Zugmarschall des Karnevalvereins Dieburg (KVD) am gestrigen Mittwoch mitteilte und worüber er am gestrigen Abend auch die KVD-Führung in einer Vorstandssitzung näher informierte. Die östliche Eingang zum Kreisel, in den der Umzug von der Aschaffenburger Straße her hätte führen sollen, wird am Tag des Umzugs (28. Februar) aller Voraussicht nach noch nicht geöffnet sein. Entsprechend lässt der KVD im kommenden Jahr den Schwenk über die eingangs geschilderte Passage weg und biegt aus der Ringstraße kommend links in die Groß-Umstädter Straße direkt gen „Spieß-Kreuzung“ ein. Aus südlicher Richtung kommend kann der Umzug dann die Kreisel-Baustelle durchqueren, ehe es in der Frankfurter Straße etwa ab Höhe Sparkasse wieder hindernisfrei den gewohnten restlichen Weg vorbei am Kloster und durch die Steinstraße bis zur Auflösung auf dem Marktplatz geht.

Schon vor der neuen Abbiegung an der Groß-Umstädter Straße müssen sich Zugteilnehmer und -zuschauer allerdings auf eine andere Route einstellen, was mit der auch am 28. Februar noch aktuellen Sperrung der Straße „Hinter der Schießmauer“ zusammenhängt. Zugmarschall Lewis hat mit der Stadt – hier insbesondere mit dem Ordnungsamt – besprochen, dass der Umzug 2017 nach dem Verlassen des Steinwegs an der Brückenmühle geradeaus vorbei an „Petermann“ und „Hopfensack“ in und durch die Zuckerstraße führen wird. Dort sei es zwar recht eng, die Fahrer der Wagen und die Zuschauer aber zum Aufpassen angehalten, so Lewis. Nach dem Verlassen der Zuckerstraße führt der Umzug geradeaus weiter bis zum Gefängnis, biegt dort rechts ab und nach dem „Römerkreisel“ wieder links in die Ringstraße. Plan B – das Aussparen der Fußgänger-Zone und den Umweg über die Goethestraße – habe man verworfen: „Wir hätten vor allem die Problematik mit den Parkplätzen gegenüber der Goetheschule gehabt, die man nicht hätte anfahren können“, so Lewis. Über diese Parkplätze erreichen Autofahrer auch den Festplatz am Schlossgarten, der zunehmend als innenstadtnahe Parkplatz-Alternative publik gemacht werden soll.

Entschieden ist auch, dass sich der Umzug wegen der Bauarbeiten im Burgweg 2017 in der Alten Mainzer Landstraße sowie in der Straße Auf dem Frongrund aufstellen wird. Noch unklar ist Lewis zufolge, ob an der „Spieß-Kreuzung“ Zuschauer auf der Baustelle den Umzug verfolgen dürfen oder dieser Punkt – an dem normalerweise sehr viele Zuschauer stehen – verwaist bleibt. „Ende Januar wird es dazu ein Treffen mit dem Bauunternehmen geben“, kündigt Lewis an. Aus dem Rathaus wurde derweil mitgeteilt, die Bauarbeiten an der „Spieß-Kreuzung“ würden am 16. Dezember für einen Monat lang eingestellt und wahrscheinlich erst am 16. Januar wieder aufgenommen. (jd)

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