KVD-Oktoberfest

Feiern wie die Bayern

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Da kann München einpacken: Die Stimmung im Zeughaus des KVD brachte die Luft zum Kochen. Dirndl und das passende Zubehör sind derzeit bei jungen Mädels total angesagt.

Dieburg - In Vertretung für den am Knie verletzten Präsidenten Friedel Enders trat der Ex-Präsident und Pressesprecher des Karnevalvereins Dieburg (KVD) am Samstagabend zum Bieranstich des KVD-Oktoberfestes vor das Holzfass der Darmstädter Grohe-Brauerei. Von Matthias Grimm

Mehrere scharfe Hiebe und es war geschafft: Linkshänder Wolfgang Dörr hatte den Zapfhahn kurzerhand in seine Einzelteile zerlegt. Doch irgendwie flossen dennoch die ersten Liter des Gerstensafts in die Maßkrüge und von dort in die Kehlen des erwartungsfrohen Publikums.  Wieder einmal war das Zeughaus des KVD anlässlich des weißblauen Stimmungsfestes bis auf den letzten Platz gefüllt. „Gerne hätten wir mit noch mehr Besuchern gefeiert“, begrüßte Wolfgang Dörr das Publikum, „doch leider dürfen wir aus brandschutztechnischen Gründen nur 500 Karten verkaufen.“ Schon lange bevor Festwirtin Bettina Steinmetz zur Festeröffnung nach 19 Uhr in den Saal einzog, waren alle Sitzbänke voll belegt.

Dirndl und das passende Zubehör sind derzeit bei jungen Mädels total angesagt.

Schon vor 18 Uhr hatten viele Gruppen ihre „Scouts in Lederhosen“ vorausgeschickt, um eine der begehrten Festgarnituren im Hauptsaal zu ergattern. Doch ans Sitzen war in der Folgezeit nicht zu denken: „Ja, so seid ihr, ihr Diebuhrscher“, schmetterte Raimund Eirich, Frontmann der Band „Die Wiesenfelder“ seinem Publikum entgegen: „Es ist noch keine Viertelstunde vorbei und ihr steht schon auf den Bänken.“ Und so sollte es, abgesehen von den Pausen, auch bleiben. Eingeheizt von den Partyliedern der Wiesenfelder flog die sprichwörtliche Kuh nonstop durchs Zeughaus – es ging richtig ab, als ob es kein Morgen gäbe. Das KVD-Oktoberfest ist eine Party für Junge und Junggebliebene – generationsübergreifend schwangen sich die Burschen in die Lederhosen und die Mädel in ihre farbenfrohen Dirndl. Gemeinsam wurde geschunkelt und getanzt, dass die Luft vibrierte. Stärken konnten sich die Festbesucher am Essensstand, an dem die Mitglieder des Stammtischs „Sterntaler“ leckere Weißwürste und Leberkäse „Made in Dibborsch“ zubereiteten. Für den flüssigen Nachschub an den Zapfhähnen sorgte die Fastnachtsgruppe „Ourumpel“. Einmal mehr bewiesen die Dieburger, dass sie zu jeder Zeit Fastnacht feiern können: Ob im Sommer auf dem Markt oder im Herbst in Bayern-Kluft - Feiern geht zu jedem Anlass. Und einige Dibborsch-Äla-Rufe waren auch zu hören. Da kann es am 11. November ja wieder losgehen mit der nächsten närrischen Kampagne.

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