Gottesdienste gut besucht

Das Fest der Familien: Dieburger feiern geruhsame Weihnachtstage

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Zeit zum Besinnen: Mit der „Lichterkirche“, die die Dunkelheit vertreiben soll, feierte die evangelische Kirchengemeinde die heiligste Nacht des Jahres.

Dieburg - Geruhsam gingen die Weihnachtstage gestern in Dieburg zu Ende. Gemeinsame Stunden mit der Familie standen im Mittelpunkt. Zu den Gottesdiensten und Christmetten waren die Kirchen der Stadt gut besucht.

„Das haben sie gut, fast souverän, gemacht“, lautete am Nachmittag des Heiligen Abends das Lob von Pfarrerin Dorothee Benner in der evangelischen Kirche. Es ging an die zukünftigen Konfirmanden, die sich äußerst engagiert dem Krippenspiel angenommen hatten. Ganz selbstverständlich ist das nicht: „Nach langer Zeit war das zum ersten Mal wieder der Fall?, sagte die Pfarrerin und ergänzte, dass jeder Jahrgang hier ganz unterschiedlich aktiv oder inaktiv ist. Würden sich die Konfirmanden zurückhalten, kümmerten sich andere Kinder- oder sogar Projektgruppen um die Aufführung. Ein Extra-Lob gab es von Benner dafür, dass die Konfirmanden das Stück selbst geschrieben hatten. Den Bezug zum Friedenslicht von Bethlehem, das Pfadfindergruppen wie jedes Jahr auch nach Deutschland brachten, sieht sie als Kernaussage: „Es zeigt, dass die Weihnachtsgeschichte nach 2 000 Jahren immer noch weitergeht. Das Licht in die Welt zu tragen, und dabei die Richtung des Lebens wie bei einem Kompass aufzuzeigen, könnte kaum aktueller sein.“

Die Krippenfeier der Kleinkinder bei St. Peter und Paul erinnerte daran, dass die lange Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten nun abgeschlossen ist. Dazu gehörte auch das Basteln von Sternen.

Sowohl der Familiengottesdienst am Nachmittag als auch die Christvesper am frühen Abend, bei dem der Chor Vokale (Gospelchor) mitwirkte, standen unter ihrer Leitung. Pfarrer Dieter Schmidt feierte um 21 Uhr dann den Spätgottesdienst mit der „Lichterkirche“. Ein Krippenspiel gehörte ganz traditionell auch zur Familienchristmette der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul. Die Christmette am Abend begann um 22.30 Uhr. Da lagen die Jüngsten, die zur Krippenfeier der Kleinkinder um 14.30 Uhr angerückt waren, schon längst im Bett.

Alexandra Breitbach und Dagmar Ruißinger hatten für sie einen besinnlichen und kurzweiligen Ablauf zusammengestellt, der Christi Geburt vor Augen führte. Zuerst stand ein kleiner Rückblick an, mit welchen Adventsutensilien man sich auf Weihnachten vorbereitet hatte. Verdeutlicht wurde das mit einem Adventskalender, einem Schokonikolaus oder Kerzen, die zum Altar gebracht wurden. Die sich anschließende Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren übertrug die Geschehnisse von Bethlehem in die Gegenwart. Trotzdem fehlten die wichtigsten Bezüge, wie Hirten oder der Stern, nicht. Um der Geschichte besser folgen zu können, riefen Alexandra Breitbach und Dagmar Ruißinger alle Kinder auf die Treppe vor den Altar. Dort ließ sich auch ein Blick auf die kleine Puppe werden, die als Christkind in die Mitte gebettet wurde.

Den Abschluss bildete das Vorlesen eines Briefes. Darin wünscht sich ein Kind, dass Jesus zu ihm kommt. Wie sich herausstellt, ist der Termin aber unpassend, da Mama und Papa aufgrund ihres hektischen Lebens dafür keine Zeit haben. Mit dem Brief war die Botschaft für die Eltern verbunden, unter Verwendung der Begriffe „Besinnlichkeit, Freude, Gemeinschaft und Zeit“ ihr Leben zu überdenken – und das nicht nur an Weihnachten.

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