Auf dem Festplatz soll es nicht wieder stauben

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Derzeit ist der Rasen auf dem Festplatz – hier im Hauptzelt – noch in gutem Zustand. 

Dieburg (jd) - Am Freitagnachmittag lag der Festplatz im Dieburger Schlossgarten grün und üppig da – auch während der heißen Sommertage hatten die Stadtgärtner den Rasen feucht gehalten, ihn regelmäßig bewässert. Das Unternehmen, das für das 50.

Dieburger Schlossgartenfest Hauptzelt mit Bar, Weinzelt sowie Ausschankzelt für den Biergarten errichtet hatte, war da schon fertig mit seiner Arbeit. Sichtbare Spuren hatte es auf dem für viel Geld angelegten Schotterrasen nicht hinterlassen – noch also sieht der Platz so aus, wie er aussehen soll.

Das Schlossgartenfest im vergangenen Jahr hat allerdings gezeigt: Wo Tausende über vier Tage hinweg durch das Hauptzelt und auch über das restliche Areal des Festplatzes marschieren, steht am Ende kaum noch ein Halm. Entsprechend hatten im Vorjahr der SV DJK Viktoria und der Kellersche Männergesangverein große Mühe damit, Gläser und Zapfanlagen sauber zu halten, weil es mächtig staubte. Allerdings sah der Platz damals schon zu Festbeginn schlechter aus als in diesem Jahr. Wolfgang Gondolf, Vorsitzender der DJK, erinnert sich: „Das war manchmal schon fast ein richtiger Nebel im Zelt.“

Bodenbelag „auf Option bestellt“

Damit sich das Malheur in diesem Jahr nicht wiederholt, hat Wolfgang Dörr, Chef des Arbeitskreises Schlossgartenfest, einen Bodenbelag vorgeschlagen, der das Aufstauben verhindern würde. „Den haben wir auf Option bestellt.“ Wenn der Festplatz vor Festbeginn „gut“ aussehe, werde der Belag aber eventuell nicht zum Einsatz kommen.

Die sieben am Fest beteiligten Vereine haben dem Verlegen des Bodens zugestimmt, das letzte Wort über den – noch nicht verlegten – Boden sei aber noch nicht gesprochen, so Dörr. Grund: Die Stadtgärtner hätten zu dieser Lösung ihre Bedenken erhoben.

Dennoch könnte es sein, dass der Boden am heutigen Montag verlegt wird, so Dörr. Unklarheit herrscht aber noch rund um die Übernahme der Kosten. Sie sollen bei rund 2 500 Euro liegen.

Die DJK kündigte bereits an, sie werde sich an diesen Kosten nicht beteiligen. Der Magistrat hat laut Dörr indes ebenfalls noch nicht bewilligt, dass die Stadt diesen Posten alleine übernimmt. Die Vereine fürchten, dass durch die zusätzlichen Kosten die bei der Siebener-Lösung ohnehin schmalen Gewinne durch die Ausgaben für den Boden weiter gesenkt würden.

Finanzierung noch nicht geklärt

Wie die Sache finanziell letztlich gestemmt wird, entscheidet sich wohl erst nach dem Fest. Bekannt wurde unterdessen, dass das Dieburger Schlossgartenfest im kommenden Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in der diesjährigen Form stattfinden wird.

„Die Vereine haben sich fast alle klar gegen die Siebener-Lösung ausgesprochen“, so Dörr. In diesem Jahr hätten sie das Fest wegen des Jubiläums (50 Jahre) aber noch einmal wie schon 2010 veranstalten wollen.

Derzeit erscheint wahrscheinlich, dass im kommenden Jahr ein professioneller Ausrichter des Fest managt.

Für das Jahr 2013 hat bereits der Turnverein sein Interesse an einer alleinigen Ausrichtung kundgetan. Der Verein feiert 2013 sein 150-jähriges Bestehen. Im selben Jahr wird der SC Hassia Dieburg 100 Jahre alt, den konkreten Wunsch zur Ausrichtung wie der TV habe die Hassia allerdings noch nicht geäußert, berichtet Dörr.

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