Dieburg

Feuerwehrbrand unter Kontrolle?

Der Magistrat der Stadt hat die Feuerwehr zu einer Aussprache eingeladen, um einen Streit beizulegen, der zu einem Streik und zum Rücktritt der Feuerwehrführung geführt hatte.

Dieburg (eha) - Der brennende Streit zwischen Feuerwehr und Stadt scheint unter Kontrolle: Am Donnerstagabend hatte der Magistrat die Feuerwehr zu einer Aussprache eingeladen. Der Saal war am Donnerstag mit Mitgliedern der Einsatz-, Ehren- und Altersabteilung voll besetzt, als Bürgermeister Dr. Werner Thomas als Vorsitzender des Magistrats eine Stellungnahme verlas. Darin stellte er aus der Sicht des Magistrats die Dinge dar, die zum Eklat geführt hatten. Ein Drittel der Einsatzabteilung war vergangene Woche in den Streik getreten, die gesamte Feuerwehrführung hatte ihren Rücktritt erklärt (wir berichteten).

Seine Erklärungen seien wohl eine wichtige Ergänzung für das Verständnis der Vorkommnisse gewesen, sagte Thomas gestern auf Anfrage nach dem Ergebnis des nichtöffentlichen Treffens. Etwa Dreiviertel der in den Streik getretenen Mitglieder der Einsatzabteilung, habe ihm gegenüber im Anschluss erklärt, ab sofort wieder uneingeschränkt zur Verfügung zu stehen. „Damit ist auch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, die nie wirklich gefährdet war, gesichert“, sagt Thomas.

Wie sich der Rest der Streikenden verhalte, werde er weiter beobachten.

Die Aussprache sei sehr offen verlaufen. „Es wurde mit keiner Meinung oder Äußerung hinterm Berg gehalten.“ Am Ende der 90-minütigen Veranstaltung sei klar gewesen, dass ein reinigendes Gewitter auch hilfreich sein könne. „Bei einem großen Teil der Feuerwehr setzte sich die Erkenntnis durch, dass man wieder gemeinsam versuchen müsse, nach vorne zu schauen“, schätzt Thomas die Lage ein.

Ein wichtiger Punkt sei die Entschädigung für Brandsicherheitsdienste gewesen. Hier sei sehr viel Falsches wiedergegeben worden. Es habe nie eine „Vergütung“ für diese wichtigen Dienste gegeben, stellt Thomas klar. Er habe deutlich gemacht, dass eigens im September eine Entschädigungssatzung verabschiedet wurde, die eine rechtliche Grundlage für die Zahlung von Aufwandsentschädigungen im Brandsicherheitsdienst schafft. „Das alles ist dort klar definiert“, sagte Thomas. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, den Feuerwehrleuten ausdrücklich seine Hochachtung für ihre Leistungen und ihren Einsatz auszudrücken.

Stadtbrandinspektor Willi Enders wollte sich zu den Ergebnissen der Sitzung nicht äußern.

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