Flohmarkt ist „zurückgekehrt“

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Gut besucht war der Flohmarkt der Jungen Union am Samstag, der nun erstmals wieder auf dem neu angelegten Festplatz im Schlossgarten stattfinden konnte.

Dieburg - Der große Dieburger Flohmarkt der Jungen Union (JU) kehrte am Samstag nach dem Abstecher ins Industriegebiet wieder in den Schlossgarten zurück – zur großen Freude der meisten Händler und des Ausrichters. Von Jens Dörr

Im Schlossgarten finde ich den Flohmarkt einfach schöner“, sagt Otto Sauer, der wie die meisten Verkäufer etwa von sechs bis 13 Uhr seine Waren anbietet. Trödel aller Art findet sich auf seinem Verkaufstisch, der von Sachen gefüllt wird, für die Sauer selber keine Verwendung mehr hat. „Die Geschäfte laufen durchschnittlich“, verrät Sauer, der beim Flohmarkt im Industriegebiet nicht dabei war.

Weder in Trauer noch Euphorie angesichts der eigenen Umsätze bricht auch Boris Reisert aus. Reisert zog vor einem Monat aus Rödermark zu seiner Freundin Christine Braun nach Dieburg – „da habe ich daheim einiges ausgemistet. Die Verkäufe sind okay, könnten sowohl besser als auch schlechter sein.“

Nicht nur die meisten Kunden und Händler, mit denen man an diesem Vormittag spricht, sind froh, wieder im Schlossgarten kaufen und verkaufen zu können. „Es gibt zwar auch einige, die den anderen Standort vorzogen“, sagt Bernhard Berz, Vorsitzender des Ausrichters JU Dieburg. „Aber die sind in der Minderheit.“

Eine Barbie hat Friedel Braun für seine Enkelin Lia erstanden.

Insgesamt kämen fast ausschließlich positive Rückmeldungen der Beschicker, erklärt auch JU-Mann André Belz, der mit Berz gerade die Standgebühr abkassiert. Vorhin habe sie ein Mann angesprochen, der auf vielen Flohmärkten unterwegs sei und akribisch Buch darüber führe, wo er wie viel bezahlen müsse. „Während er mit seinem relativ großen Stand bei uns 17 Euro bezahlt hat, seien es anderswo bei gleicher Größe meist mehr als 30“, berichtet Berz. Er ist wegen des besonderen Flairs auf dem Festplatz erfreut, wieder zurück im Schlossgarten zu sein.

Dort haben Miriam und Marleen Müller unterdessen „gute Geschäfte“ gemacht. Unter anderem einen Aktenkoffer, ein Kinderbügelbrett, Bücher und Spiele sowie Taschen haben die Schwestern schon verkauft. Entsprechend zufrieden sind beide, die im Industriegebiet lediglich geguckt, aber nicht verkauft haben.

Mit der Welt im Reinen wirkt auch Friedel Braun, der gerade mit seinem vierjährigen Enkel-Töchterchen Lia gen Brücke bei der Goetheschule schlendert. „Jetzt geht’s heim zum Mittagessen“, lacht Braun – vorher hat Lia vom Opa aber noch eine Barbie-Puppe gekauft bekommen.

Entspannte Atmosphäre und Zufriedenheit allerorten, könnte man meinen – wäre da am Freitagabend nicht doch etwas Unangenehmes vorgefallen: „Das Gartenbauamt hat alle Tische weggeräumt, die vor 18 Uhr aufgestellt wurden“, sagt JU-Chef Berz. Erst am Montag könnten die Leute ihre Sachen wieder aus dem Bauhof holen.

Die formal korrekte Entscheidung – erst ab 18 Uhr durfte man offiziell seine Tische auf dem Festplatz aufstellen - stieß bei mehreren Verkäufern auf Unverständnis. In den vergangenen Jahren hatten einige Beschicker ebenfalls ihre Tische früher aufgebaut als erlaubt. Bisher hatte die Stadt sie jedoch gewähren lassen.

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