Freunde und Förderer des Museums Schloss Fechenbach ziehen Bilanz

Zehn ereignisreiche Jahre

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Klaus Rüth und Christine Klostermann präsentieren die Publikation „Die ersten zehn Jahre“.

Dieburg - Zehn Jahre gibt es die Freunde und Förderer Museum Schloss Fechenbach. Von Michael Just 

In der zurückliegenden Dekade haben die Mitglieder mittels zahlreicher Aktionen, Veranstaltungen und Aktivitäten ihren Verein so mit Leben erfüllt, dass es sich lohnt, diese zusammenzufassen und zu binden. Jetzt liegt die Publikation vor.

„Formal gesehen ist es keine Chronik“, erläutert Klaus Rüth, der die über 100 Seiten unter dem Titel „Die ersten zehn Jahre“ während der Feier zum Jubiläum im Schloss Fechenbach präsentierte. Eine Chronik ist die Aufzählung von Ereignissen in zeitlicher Reihenfolge, was laut dem Gründungsmitglied auf das Werk nicht zutrifft. „Eher gibt die Druckschrift Auskunft, was wir in dieser Zeit so alles getrieben haben“, sagt der Dieburger wohlwissend, dass das eine ganze Menge ist. Eingeteilt ist das Buch in sechs große Kapitel, die mit Das Museum Schloss Fechenbach, Der Museumsförderverein, Materielles, Ideelles, Mäzenatisches und Vereinsleben überschrieben sind. Reichhaltig gefüttert von seinen Vereinskollegen hat Wolfgang Lotz die Gestaltung übernommen.

Bilder laden zum Verweilen ein

Bereits nur beim Durchblättern bleibt man immer wieder auf unzähligen Seiten hängen, etwa dann, wenn Fotos jene Momente festgehalten haben, wenn bekannte Dieburger in faszinierenden Metamorphosen zu Barockdarstellern oder römischen Legionären und Edelleuten wurden. Wer sich tiefer einlesen möchte, hat dazu ausreichend Gelegenheit: Die Gründung des Vereins, das Museum Schloss Fechenbach, getätigte Ausflüge, wie etwa zum Keltenfürst vom Glauberg, der Werdegang von größeren Projekten, darunter die Jupitersäule für den Römerkreisel, sind genauso interessant beschrieben wie die Motive einzelner Mitglieder, sich für den Förderverein zu engagieren. Eine erheiternde Note bieten die aufgeführten Dialoge und Zwiegespräche jener Schauspieldarbietungen in historischen Kostümen, in denen die Vereinsmitglieder regelmäßig ihre Verbundenheit mit dem Museum ausdrücken. Sinnbildlich dafür steht unter anderem der Disput im Hause Groschlag, bei dem eine aufgebrachte Gräfin Sophie an ihren Gatten Friedrich Carl herantritt, weil sie sich durch dessen Studium der Naturwissenschaften vernachlässigt fühlt.

An das Gemälde von „Trigonometrischer Disput“ von 1775 angelehnt, schrieben die Museumsförderer einen Dialog, der ebenso erheiternd wie versöhnlich („Hören Sie die Musik, sie ist göttlich und stiftet Frieden“) endet. Wer um die Zeilen davor wissen möchte, wird um einen Blick in die Druckschrift nicht herumkommen.

Die Publikation ist im Museum und in der Kanzlei von Klaus Rüth (Steinstraße 23) zu erwerben. Sie kostet 27,50 Euro. Wer dem Verein beitritt, erhält sie umsonst.

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