Dieburg

Friedhofs-Bewertung zu hoch gegriffen?

Heiße Diskussionen um die Ende Oktober 2008 in Kraft getretene neue Friedhofsgebührensatzung hatten im November letzten Jahres dazu geführt, dass sich die Fraktionen im Stadtparlament für eine Überarbeitung der mit teilweise exorbitanten Preissteigerungen verbundenen Gebührensatzung aussprachen.

Dieburg (lho) - Seitdem ist es ruhig geworden um das Thema, auch wenn die Angehörigen von Verstorbenen derzeit nach der seit Oktober geltenden Preisliste zur Kasse gebeten werden. Zwar stand die Neuberatung über die Friedhofsgebührensatzung am Donnerstag auf der Tagesordnung des Finanzausschusses, weit kamen die Politiker in diesem Punkt allerdings nicht.

Peter Feigk (CDU) war der Ansicht, dass das von der Stadt mit der Erstellung der Gebührensatzung beauftragte Büro bei seiner Gebührenberechnung von falschen beziehungsweise zu hohen Zahlen ausgegangen sei. Dies habe schließlich zu den teilweise nicht nachvollziehbaren Gebührensteigerungen geführt.

Feigk forderte deshalb eine Schätzung der Stadtkämmerei, wie hoch sie die Verzinsung des Anlagevermögens für den Friedhof veranschlagen würde. Eine Veranschlagung dieser Verzinsung liegt nämlich, genau wie eine angenommene Abschreibungssumme der von der Firma erstellten Gebührenberechnung zugrunde. Die Firma habe bei der Abschreibungssumme zu hoch gegriffen, erklärte Feigk, zu vermuten sei, dass dies auch bei der angenommenen Verzinsung der Fall sei. Daraus könnten sich die übermäßigen Gebührenerhöhungen - wie etwa im Falle der Friedhofshalle - ergeben, so der CDU-Mann.

Wenn die Schätzungen der Kämmerei vorliegen, wollen sich die Fraktionen dann an die Erarbeitung von Vorlagen für eine neue Friedhofsgebührensatzung machen, so der einstimmige Tenor am Donnerstagabend.

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