Frühlingsgefühle - mit Erdkontakt und in luftigen Höhen

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Bald wird's klappern - und dann auch klappen? Das Storchenpaar bei den Klein-Zimmerner Aussiedlerhöfen ist wieder da.

Dieburg - (eha) Letztes Jahr so früh wie nie, dieses Jahr recht spät - beginnt die Wanderzeit für die Tiere. „Wir rechnen jetzt Anfang März damit, dass sich die ersten Tiere auf den Weg zu ihrem Laichgewässer aufmachen“, vermutet Artenschutzbeauftragter Karsten Heinrich von der Naturschutzbehörde des Kreises. Er hofft darauf, dass alle Teiche bis dahin eisfrei sind, denn sonst können die Tiere nicht ablaichen.

Im Landkreis gibt es etwa 20 betreute Kröten-Wanderstellen, an denen alljährlich einige tausend Amphibien die Straßen überqueren. Autofahrern empfiehlt Karsten Heinrich an den betroffenen Straßenabschnitten besondere Vorsicht walten zu lassen. Mit Beginn der Krötenwanderung sind auch wieder viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Sie assistieren beim Auf- und Abbau der mobilen Zäune, kontrollieren vor allem in den Abendstunden die Anlagen und - wenn nötig - tragen sie die Tiere auch über die Straße. Dabei werden die Kröten gleichzeitig gezählt.

Unter der Internetadresse www.amphibienschutz.de Stichwort „Schutzzaundatenbank“ sind deutschlandweit alle Straßenbereiche mit Krötenwanderungen aufgeführt. Wer bei Aktionen im Kreis helfen möchte, erhält unter www.ladadi.de Informationen.

Ansprechpartner ist Karsten Heinrich ( 06151/881-2219, E-Mail k.heinrich@ladadi.de).

Aber auch in luftigen Höhen tut sich einiges in Sachen Frühlingsgefühle: Das Storchenmännchen im Nest an der Münsterer Kläranlage ist nicht mehr allein und teilt das Nest nun mit einem Weibchen. Der große Zuspruch, den die Storchencam der HEAG gefunden hat, war dem Unternehmen Anlass genug, die Kamera für die ersten Tage gegen eine leistungsstärkeres Modell auszutauschen.

Das Storchennest mit seinen Bewohnern rückt dem Blick der Internetbesucher auf www.hse.ag/storchencam nun deutlich näher. Die neue Kamera enthält eine Infrarotdiode, die es möglich macht, die Vögel auch nach Einbruch der Dunkelheit zu betrachten. Davon bekommen die Vögel nichts mit, da sie das Infrarotlicht nicht wahrnehmen können. Nach dem Eintreffen des Weibchens am 26. Februar gibt es auf der Website der HSE ein Storchentagebuch, das mit Unterstützung des Vogelkundlers Hans Ulrich (Münster) vom Naturschutzbund (NABU) fortgeführt wird. Wichtige Etappen des faszinierenden Storchenlebens und der späteren Aufzucht der niedlichen Nachkommen werden ganz genau festgehalten. Der NABU und die HSE bitten Spaziergänger, sich dem Storchennest nicht zu nähern, um die sensiblen Vögel nicht zu stören.

Und bei Klein-Zimmern klappert's auch schon: Dort hat das Storchenpaar, das das Nest seit 2002 regelmäßig besucht, Quartier bezogen.

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