Gedankenstein soll zum Gemeinschaftswerk werden

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Carola Dröse (v. l.), Ulrich Schanze, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Künstler Martin Konietschke, Michael Maschek, Manfred Neßler (Sparkasse Dieburg), Landrat Klaus Peter Schellhaas und Markus Euler bei der Spendenübergabe.

Dieburg (sef) - Über eine weitere Spende kann sich der Verein „Gedankenstein“ freuen. Als Vertreter der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Dieburg überreichte Vorstandsvorsitzender Manfred Neßler einen symbolischen Scheck über 5 000 Euro an Vereinsmitglied Michael Maschek.

Damit fehlen nun noch rund 11.000 Euro zur Fertigstellung des 35.000 Euro teuren Gedankensteins.

Künstler Martin Konietschke hat in seinem Atelier bereits ein kleines Modell des Reliefs gefertigt. Es zeigt unter anderem eine jüdische Familie, die samt ihrer Kinder in eine für sie damals ungewisse Zukunft aufbricht. Mit dem heutigen Wissen ist klar, dass es sich um eine Deportation handelt. So drückt sich die perfide Situation der Juden im Nationalsozialismus in der guten Ausgehkleidung der Familie aus, die sie nichtsahnend angezogen haben. Auch die große Steinplatte, die später in Bronze gegossen wird, steht bereits im Atelier.

Spendenkonto: Stichwort: Gedankenstein - Jüdisches Leben in Dieburg, Sparkasse Dieburg, BLZ: 508 526 51, Kontonummer: 320 957 39.

„Es freut mich, dass sich eine engagierte Bürgerschaft auf den Weg gemacht hat, um den Dieburger einen Gegenstand zu geben, mit dem sie sich befassen und auseinandersetzen können“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhass bei der Übergabe der Spende.

Der noch offene Betrag soll nach dem Wunsch des Landrats und des Vereins „Gedankenstein“ von Dieburger Bürgern kommen. „Auch wenn es nur eine Spende in Höhe von 5 Euro ist“, bat Michael Maschek. So könnten die Bürger das Relief als Gemeinschaftswerk wahrnehmen.

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