„Die gehen immer“

Super Stimmung im Hof von „Dirk’s Café Ostheimer“, das sich erstmals an der „Dieburger Musiknacht“ beteiligte und dort das Rock- und Pop-Duo Duo Jexx begrüßte. Fotos: dörr

„4. Dieburger Musiknacht“ diesmal in acht Lokalen. Auch künftig soll auf die Bühne auf dem Marktplatz verzichtet werden. VON JENS DÖRR

Dieburg – Auch ohne das Open Air auf dem Marktplatz und „nur“ mit acht statt im Vorjahr zehn Anlaufstellen haben am Samstagabend viele hundert Menschen die „4. Dieburger Musiknacht“ in der Innenstadt besucht. Veranstalter Alexander Schäfer sprach von „mehr als 500 im Vorverkauf abgesetzten Tickets“ und hoffte am späteren Samstagabend auf „etwa 1 000 Besucher“.

Die fanden im Gegensatz zu den ersten drei Auflagen an der Gersprenz diesmal keine Bühne auf dem Marktplatz vor. Schäfer hatte vor allem wegen des Aufwands und des Anfang Oktober für Musik im Freien auch eher unpassenden Wetters erstmals darauf verzichtet. So richtig vermisste dieses Angebot am Samstagabend kaum jemand. Auch künftig will Schäfer in Dieburg ausschließlich auf Live-Musik drinnen setzen.

Die Musiknacht will Schäfer in Dieburg generell fortsetzen. „Wir haben hier eine tolle Innenstadt, schöne und ganz unterschiedliche Lokale und ein angenehmes Publikum, meist ab 30 Jahren aufwärts“, fasste er die örtlichen Gegebenheiten zusammen. Der professionelle Veranstalter weiß, wovon er spricht: Musiknächte bringt er jährlich derzeit in 15 Städte in Hessen und Rheinland-Pfalz, in der Region etwa in Groß-Umstadt und Rimbach. Auch das zweimal von ihm veranstaltete Ereignis „Lass uns lachen, Dieburg!“, ein Abend mit verschiedenen Comedians, die in die Stammlokale der Dieburger kommen und dort Kurzauftritte hinlegen, will Schäfer im Frühjahr 2020 erneut auflegen.

Die Bands des Samstagabends waren die Jazzer von Jost ´n‘ Picker (in der „Stoawäjer Stubb“), die Classic-Rocker von Dressinger („Alte Backstubb“), die Dieburger und Zimmerner Rock-Pop-Party-Musiker von Lehman5 („Liebling’s“), Alleinunterhalter Jürgen Kronenburg („Lehrer Lämpel“), die Rocker und Popper der K-Maniacs (altes Sudhaus des Getränkehandels Braunwarth), die Classic-Rocker von John Doe („Krone Keller“), das Duo Soul Brother Markus feat. Jonathan („Hopfensack“) und das Duo Jexx, das sich in „Dirk’s Café Ost-heimer“ dem Rock und Pop verschrieb. Das „Café Ostheimer“ war erstmals dabei, Mitbetreiber Lars Wiessner war vom Zuspruch im Innenhof angetan und dachte gar laut über eine erstmalige Öffnung an Altweiberfastnacht und Rosenmontag nach. Die Römerhalle eröffnet unter der neuen Leitung erst im November und fehlte diesmal ebenso wie das „L’Arte Della Padella“, das Schäfer zufolge kurzfristig abgesprungen war.

Da die Römerhalle einer Teilnahme an der „Dieburger Musiknacht“ offen gegenüberstehen dürfte und ein weiteres Lokal sein Interesse kundgetan hat, könnte die Veranstaltung 2020 wieder auf zehn Orte und Bands anwachsen. Einige bekannte Gesichter dürften auch dann hinter dem Mikrofon zu sehen sein: Schäfer arbeitet mit guten, zuverlässigen und preislich passenden Gruppen gern regelmäßig und auch bei verschiedenen Musiknächten zusammen. So spielten Lehman5 am Samstag zum vierten Mal in Folge in Dieburg mit und haben auch schon in Groß-Umstadt ein Bein in die Tür bekommen. „Mit Dressinger und den K-Maniacs arbeite ich am häufigsten zusammen“, verriet Schäfer. „Die gehen immer!“

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