Gelebte Historie begeistert

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Ein Blickfang war Herbstkönigin Dunja mit Uhu und „Einhornhund“.

Dieburg (ves) - Seit vielen Jahren ist der historische Markt im Park von Schloss Fechenbach ein etablierter Teil des Martinsmarktes. In diesem Jahr präsentierte sich dieser Marktbereich in neuem Gewand.

Kostümschneiderin Heyke Möller hatte ihn authentischer und geschichtsträchtiger gestaltet.

„Die Mittelaltermärkte haben meist einen Jahrmarktcharakter und unterscheiden sich oftmals von modernen Märkten nur noch durch die Gewandung der Händler und einem mehr oder weniger mittelalterlichen Ambiente“, erläuterte Möller im Vorfeld. So bot bislang auch der historische Teil des Dieburger Martinsmarktes nur wenig Ähnlichkeit mit den Ursprüngen, was sich durch das neue Konzept dieses Jahr jedoch grundlegend änderte.

So bot bereits das äußerliche Bild des Marktes eine etwas andere Erscheinung. Die Essensstände mit ihren vielen unterschiedlichen Leckereien waren alle im Bereich vor dem Schloss Fechenbach angesiedelt. So konnten sich die Besucher ohne lange Wege einen Überblick über das Angebot verschaffen. Ein weiterer Vorteil bei dieser Planung war die Vermeidung von Staus vor den Essensständen auf den schmalen Parkwegen.

Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen

Rund um den Platz des Handwerks im Fechenbachpark konnten die Besucher das Handwerk im Mittelalter bestaunen und bei den Händlern authentische Kleidung, Felle, Musikinstrumente, Schmuck oder Spirituosen erwerben. Jeder der Handwerker ließ sich gerne bei der Arbeit über die Schulter schauen und so mancher Interessierte durfte selber Hand mit anlegen. Das eigens aus Luxemburg angereiste Bürgervolk hatte eine komplette Zeltstadt aufgeschlagen, wo man ihnen beim Kochen und Tafeln zusehen konnte. Jedoch erhielten die Besucher auch einen Einblick in die Rituale und Werte, die bis heute bei den Akteuren im Mittelpunkt stehen und auf den Veranstaltungen gelebt werden.

Besucher und auch Aussteller zeigten sich gleichermaßen begeistert von dem neuen Konzept. Durch den Wechsel der Anbieter wurde der historische Marktteil ein Anziehungspunkt für Personen aus der Szene, die dieses Thema ernst nehmen und leben.

„Die Besucher sind offen und interessiert und hinterfragen sehr viel“, war der Tenor der Aussteller. Die Besucher lobten das Miteinander der Darsteller, die lockere Art und die Offenheit, mit der man einander begegnet. „Das Flair hat sich gewandelt“, schwärmte die langjährige Besucherin Christine Hölker aus Rodgau.

„Es war ein voller Erfolg“

Auch die Organisatoren ziehen eine durchweg positive Bilanz. „Es war ein voller Erfolg“, sind die sich einig. Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein, der Stadt sowie dem Orga-Team bestehend aus Heyke Möller, Armin Probst und Sascha Reinhardt, verlief zufriedenstellend und alle zogen gemeinsam an einem Strang. „Wir haben uns bereits Gedanken für die weitere Planung gemacht und möchten noch einige Erweiterungen vornehmen“, berichtete Armin Probst alias Armin von Spyra lächelnd. „Unser Ziel ist es, einen kleinen aber feinen Markt zu gestalten“, ergänzte Heyke Möller.

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