Auf ein Glas Wein zu Besuch bei Goethe

Auch das „Literarische Trio“, Gerhard Schröder, Christine Klostermann und Werner Danz, erhoben ihr Glas auf den deutschen Dichterfürst.Foto: p

Dieburg - Zu einem „Spaziergang durch das Leben von Johann Wolfgang von Goethe“ hatte kürzlich der Museumsförderverein zusammen mit dem Museumsteam interessierte Literaturfreunde eingeladen.

Dazu konnten Christine Klostermann, Werner Danz und Gerhard Schröder (Dieburg) engagiert werden, ein „Literarisches Trio“, das schon durch sechs Literaturabende im Naturfreundehaus auf der Moret zu begeistern wusste. Im sehr gut besetzten Pädagogik-Raum des Museums wurde von diesem „Literarischen Trio“ beim Glas Wein das Leben und Wirken des großen deutschen Dichters und Denkers auf sehr unterhaltsame Weise dargestellt.

Während Christine Klostermann Auszüge aus dem abwechslungsreichen Leben von Goethe in biographischen Sequenzen vorstellte, füllten die beiden Hobby-Literaten Danz und Schröder Goethes Lebensabschnitte mit einer passenden und gekonnten Auswahl seiner Gedichte, Balladen und auch Anekdoten, verbunden mit sehr feinfühligen Musikeinspielungen.

Vorgetragen wurden auch weniger bekannte und lange nicht mehr gehörte Gedichte und Balladen, aber auch Klassiker, wie Heideröslein, Das Veilchen und Der Erlkönig, sehr beeindruckend zu Dritt vorgetragen, sowie Der Zauberlehrling, den Christine Klostermann in freiem Vortrag begeisternd zelebrierte.

In der Pause gab Lothar Lammer vom Museumsteam im Adligen-Sektor des Museums Einblicke in die Dieburger Adelswelt zur Zeit Goethes.

Goethe feierte übrigens 1779/80 Silvester bei den Groschlags in Dieburg.

Die Verbindung Goethe und Wein wurde mit dem stets gut und reich gefüllten Weinkeller in Frankfurt begründet, den Goethe seinem Großvater zu verdanken hatte. Einen humorvollen Schlusspunkt setzte Christine Klostermann, zugleich stellvertretende Vorsitzende des Museumsfördervereins, mit der Verkündung eines aktuellen Forschungsergebnisses aus dem Leben Goethes, nämlich seiner Aussage: „Werden auch Sie Mitglied im Museums-Förderverein!“

Wegen des großen Zuspruchs denken die Veranstalter an die Durchführung eines weiteren Literaturabends, der auch einem anderem Autor gewidmet sein kann.

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