Glühwein und Suppe wärmen die Besucher

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Unser Fotograf ließ einen Panoramablick über den 24. Dieburger Martinsmarkt schweifen.

Dieburg ‐ Wer dieses Jahr einen Besuch auf dem Dieburger Martinsmarkt einplante, der war gut damit bedient, den Regenschirm nicht zu vergessen. +++Fotostrecke+++Von Verena Scholze

Zeitweise Regenschauer und nasskalte Witterung ließen den üblichen Besucherstrom, der sonst bereits Samstagnachmittags herrschte, auf ein Minimum schrumpfen. Diejenigen Besucher, die sich trotzdem zu einem Bummel entschlossen, wärmten sich von Innen mit warmen Getränken wie Punsch oder Glühwein. „Wir haben das Kochen heute ausfallen lassen“, lächelt Anna-Grete Richter, die mit ihrem Mann Helmut zu einem Bummel durch den Park Fechenbach aufgebrochen war. „Nach dem üppigen Fleischspieß brauche ich jetzt etwas zum Verdauen“, sagt dieser und bestellt sich an einer der Buden einen schottischen Whiskey.

Impressionen vom Martinsmarkt

Martinsmarkt hatte mit Wetter zu kämpfen

Anderen Besuchern ergeht es ähnlich. „Wir sind hauptsächlich zum Essen hier“, erzählt Margit Kaiser, die mit Mann Johannes und den Kindern Melanie und Sabrina unterwegs ist. „Zum Bummeln haben wir eigentlich gar keine Lust, aber die Mädchen wollen sich etwas von ihrem Taschengeld kaufen“, sagt Kaiser. Beide Mädchen wurden auch schnell fündig und erstanden jeweils eine Kette mit einem Edelsteinanhänger.

Voller wurde es in Dieburgs Innenstadt dann aber am Sonntagmittag, als sich die Besucher wohl entschlossen hatten, sich vom trüben Wetter nicht weiter abschrecken zu lassen. Dicht gedrängt flanierten die Gäste aus nah und fern über den Marktplatz, durch den Park und durch die angrenzenden Straßen.

Schließlich lockte der 24. Dieburger Martinsmarkt wieder mit vielen Buden, Veranstaltungen wie Bücherflohmarkt und zum Abschluss einem Martinsmarktkonzert in St. Peter und Paul. Im Fechenbach-Park fand ein Mittelalterlicher Markt mit Rittergruppe, historischem Theater, Narren und Gauklern, Jongleuren, einer Tanzgruppe sowie Darbietungen von Minnesängern statt.

Auch die Partnerstädte waren dabei

Der Mittelaltermarkt lockte viele Besucher. Hier konnte man beispielsweise Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Neben einer Steinmetzin, die gekonnt aus Natursteinen mit Hammer und Meißel Figuren formte, hatten die Besucher auch die Gelegenheit, einem Schmied bei der Arbeit zuzusehen. Dieser begeisterte Jung und Alt gleichermaßen. „Guck mal Papa, der Mann spielt mit Feuer“, staunte der vierjährige Philip begeistert und entlockte den Umstehenden einige Lacher. Für die Kleinen stand ein mittelalterliches Karussell bereit und junge Schützen konnten ihre Treffsicherheit im Bogenschießen testen.

Die Stände auf dem Marktplatz, im Park und auch in Dieburgs Innenstadtstraßen boten Leckereien und Getränke in Hülle und Fülle feil. Ein jeder bekam die Möglichkeit, sich ganz nach seinem Geschmack - vom heißen Getränk bis zur wärmenden Suppe - gegen die Unbilden der nasskalten Witterung von Innen zu stärken.

Am Rathaus hatten die Partnerstädte Aubergenville, Mlada Boleslav und die Verschwisterungskomitees einen gemeinsamen Stand und luden die Besucher zu französischen und tschechischen Spezialitäten sowie Plaudereien mit den Menschen aus den Partnerstädten ein. Der Dieburger Gewerbeverein hatte dieses Jahr eine Münze mit den Gebäuden des Dieburger Hochschulcampus geprägt. „Es dient der Erinnerung, bevor das Gebäude angerissen wird“, erklärte ein Mitglied des Vereins.

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