Christof Maruschka ist neuer Schulleiter an Dieburgs Gesamtschule

Goethes Wurzeln und Flügel

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Christof Maruschka ist neuer Schulleiter der Goetheschule.

Dieburg ‐ „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“, zitiert Christof Maruschka auf die Frage nach seinem pädagogischen Leitbild Johann Wolfgang von Goethe. Ein Ausspruch, der, obwohl an die Eltern gerichtet, seiner Ansicht nach auch für Schulen und Lehrer zutrifft. Ihnen komme ein immer größerer erzieherischer Auftrag zu, erklärt der 36-jährige Pädagoge, der seit Anfang vergangener Woche die Nachfolge von Annegret Schnitzke-Haas an der Goetheschule angetreten hat. Von Laura Hombach

Und was könnte für den neuen Schulleiter der Dieburger Gesamtschule treffender sein, als sich auf einen Ausspruch des namensgebenden Dichters und Denkers zu beziehen. Über den Zufall muss auch der 36-Jährige lächeln. Und überhaupt tut er das oft und gerne. Wohl ein Ausdruck dafür, dass er sich an der Goetheschule schon richtig wohl fühlt, auch wenn nach gerade mal anderthalb Wochen Dienstzeit alles noch sehr neu ist.

Aber schon jetzt ist Maruschka, der zuletzt acht Jahre an der Heinrich-Böll-Schule in Fürth im Odenwald unterrichtet hat, begeistert vom Engagement von Lehrern und Eltern an „seiner“ neuen Schule. Eine seiner wichtigsten Zielsetzungen lautet deshalb auch: Bewehrtes erhalten. Wichtig sind ihm zudem der Aufbau guter Kontakte zum Landkreis, der Stadt Dieburg und den anderen Schulen.

Auf baldige Veränderung hofft der neue Schulleiter indes mit Blick auf die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume. Diese befinden sich nach aufwendigen Sanierungsarbeiten (der DA berichtete) immer noch im Rohbau-Zustand. „Wir hoffen, dass die Räume bald fertig sind, damit wir wieder normalen naturwissenschaftlichen Unterricht machen können“, sagt Maruschka.

Technik, Informatik, Kunst und Geschichte sind seine Unterrichtsfächer, an der Goetheschule beschränkt er sich derzeit auf Informatik. Nach acht Jahren an einer integrativen Gesamtschule, wovon Maruschka vier Jahre auch zum Schulleitungsteam gehörte, ist er nun gespannt darauf, das kooperative Gesamtschulsystem kennen zu lernen. Doch ob nun integrativ oder kooperativ, die Gesamtschule als Ort des gemeinschaftlichen Lernens hält der 36-Jährige auf alle Fälle für den richtigen Weg: „Wenn ich mir die Stimmung auf dem Schulhof ansehe, wie die unterschiedlichsten Schüler ganz ohne Spannungen zusammen sind, dass ist einfach toll.“

Weniger zufrieden ist Maruschka allerdings mit dem Zustand des Pausenhofs: „Wenn ich da einen Anfangswunsch frei hätte, dann würde ich mir einen neuen Schulhof wünschen“.

Von der Technikbegeisterung ihres neuen Schulleiters werden die Goetheschüler wahrscheinlich bald im Nachmittagsangebot ihrer Schule profitieren können. An der Heinrich-Böll-Schule tüftelte er mit seinen Schülern in einem Zukunftslabor, ein Angebot, dass er sich auch in Dieburg gut vorstellen kann.

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