Bürgermeister Dr. Thomas bleibt bei Zeitplan

Goethestraße: Vollsperrung ab Dienstag

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Dieburgs Bürgermeister Dr. Werner Thomas, verärgerte Anwohner: „Ergebnis nicht immer für alle gleich optimal.“

Dieburg - In Dieburg von A nach B zu kommen, ist derzeit nicht so einfach. Eine Bürgerinitiative fordert nun eine andere Koordination, doch Bürgermeister Thomas wehrt sich gegen die Vorwürfe. Von Ralf Enders 

Es war eine Frage der Zeit, bis sich Dieburger Bürger zusammentun, um gegen die vielen Unannehmlichkeiten durch die zahlreichen Straßenbaustellen in der Stadt vorzugehen. Die „Initiative für mehr Bürgerbeteiligung“ hatte am 6. April den Dieburger Anzeiger in ihr Quartier geladen, um für einen dreiwöchigen Aufschub für die Vollsperrung der Goethestraße ab nächstem Dienstag, 18. April, zu werben. Die Stadtverwaltung, so die etwa 50 Anwohner beim Ortstermin, solle damit warten, bis die parallel verlaufende Straße Hinter der Schießmauer Anfang Mai wieder befahrbar sei. Ansonsten werde das Chaos in dem Viertel (Hinter der Schießmauer, Friedrich-Ebert, Kolping-, Konrad-Adenauer-, Goethe- und Schillerstraße) befürchtet. Zudem forderten die Bürger mehr Infos und Kommunikation.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas hat nun auf den Vorstoß reagiert und betont, dass „der Magistrat als Auftraggeber der grundhaften Sanierungsmaßname im Quartier zwischen der Schießmauer und der Goethestraße nicht von der bekannten Planung abweichen kann“. Er habe vom Unmut der Anwohner aus unserer Zeitung erfahren, da er zu dem Termin nicht eingeladen gewesen sei.

Der Forderung nach mehr Kommunikation kommt Dr. Thomas seinerseits mit einem Schreiben nach, das im Viertel verteilt wird. Darin listet er „die aktuellen Fakten“ auf (siehe Kasten). Der Verwaltungschef beteuert, dass die Stadt „alles dafür tut, die Unannehmlichkeiten für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten“ – auch wenn der Eindruck ein anderer sei. Im Rathaus müssten jedoch zahlreiche Anforderungen, Auflagen und auch Widrigkeiten unter einen Hut gebracht werden, und das Ergebnis sei „nicht immer für alle gleich optimal“.

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Doch wenn die Stadt sich nicht an den Plan halte, können Dr. Thomas zufolge wegen Verzögerungen im Bauablauf Kosten im sechsstelligen Bereich entstehen. In Sachen Feuerwehr und Rettungsdienste kündigte der Bürgermeister an, dass der zuständige Mitarbeiter des Bauamts die Rettungsdienste über den Fortgang der Arbeit wöchentlich informieren werde: Ab wann müssen die Helfer über die Schillerstraße fahren? Wann ist die Zufahrt von der Kettelerstraße wieder möglich? Wann ist die Schießmauer wieder frei? Ab wann können Kolping-, Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Straße wieder von der Schießmauer aus befahren werden? Und ab wann ist die Goethestraße wieder frei?

Der neue Stadtbrandinspektor Carsten Hammer habe ihm bei einem Besuch im Rathaus dieser Tage im Übrigen berichtet, dass die Umleitungssituation kein Problem sei; die Verzögerungen bewegten sich „im Sekundenbereich“. Dr. Thomas hofft, die Betroffenen von der Notwendigkeit der Arbeiten und dem zeitlichen Ablauf zu überzeugen. Zudem, so der Verwaltungs-chef, sollte auch berücksichtigt werden, dass auf die Eigentümer keine Straßenbeiträge zukommen.

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